Unsere Wahrnehmung entscheidet über unsere Fähigkeit zur Resilienz

Ur-Ur-Oma sieht im Juli eine Zeit der Bewährung. Es wird sich zeigen, ob das was aus der Krise gelernt werden sollte, von den Menschen auch verstanden worden ist. Wer jetzt immer noch hauptsächlich seinen Emotionen folgt, verzögert den Neubeginn nicht nur, er kann ihn auch zunichtemachen. Dies gilt insbesondere auch für diejenigen, die vorschnell versuchen, ihre lang ersehnten Ziele, umzusetzen. Langfristig gilt es, für das Erreichen eines guten Lebens und positive Veränderungen, geduldig zu lernen und unsere Emotionen dafür zu nutzen, uns dazu zu motivieren. Zum Wohle aller, sollte in Bezug auf berufliche und private Ziele ein Umdenken stattfinden. Trotz gelockerter Beschränkungen und vielversprechender Lösungen, wird es noch Unsicherheiten zu überwinden geben. Ob dies gelingt, hängt davon ab, wie schnell der Mensch dazu bereit ist, über den Wert des Lebens und der Gemeinschaft nachzudenken und lernt, die wirklichen Werte im Leben, dem Egoismus und der Gier entgegenzustellen. Welchen Nutzen wir aus der Krise für unser Wissen und Leben ziehen, wird In den nächsten drei bis vier Monaten, entscheidend dazu beitragen, wohin wir unsere zukünftigen Weichen stellen.

Wenn ich Ur-Ur-Oma so zuhöre, was sie über den Juli zu sagen hat, wünschte ich, ich wäre ein kleiner Falke. Warum? Ganz einfach. Dann bräuchte ich Resilienz nicht mehr lernen. Apropos lernen. Da fällt mir ein, dass Ur-Opa mir noch erklären wollte, inwiefern die Resilienz Sicherheit für mich im Gepäck hat. Wo steckt der nur wieder? Uuur-OOPAAA…

„Ja doch. Ich komm` ja schon.“ … hast du mir auch meine Lieblingsmotivationshäppchen mitgebracht? … „Tut mir leid, mein Lieber. Fleischwurst ist aus.“ … wie?… aus?… und was mach ich jetzt mit meinem Wissenshunger? … „Brav weiter Lernen, aber eben ohne Fleischwurst.“ … mööhhh… „Ich sehe schon. Die Sache, von Emotion auf Logik umzuschalten, hast du immer noch nicht so ganz verstanden.“ … wie kommst du darauf? … „Weil du dir, durch deine Enttäuschung über die fehlende Fleischwurst, die Motivation zum Lernen nimmst.“ … wie soll das auch gehen, wenn ich meinen Wissenshunger nicht mit Fleischwurst stillen kann? … „Die Logik würde dir raten, auf Wissensdurstig umzusteigen. Trinken nimmt auch den Hunger und ein Schälchen Milch hab` ich hier für dich, bitteschön.“ …schleck…schleck… du hast Recht, es funktioniert, Ur-Opa… rülps… ich bin ganz Ohr…

„Du siehst, wenn deine Wahrnehmung in einer Situation, von deinen Emotionen positiv gefärbt ist, trägt das zu deiner Motivation bei, zu Lernen. Am Ende der Situation wirst du zu der Erkenntnis gelangen, dass du viel Neues dazugelernt hast. Dadurch kannst du deine Entwicklung positiv beeinflussen, indem du mit künftigen Krisen besser und schneller umgehen kannst. Ist deine Wahrnehmung, in einer Situation, von negativen Emotionen gefärbt, demotivieren dich das und hält dich so vom Lernen ab. Am Ende der Situation wirst du zu der Erkenntnis gelangen, dass es wohl besser gewesen wäre zu lernen. Denn ohne das fehlende Wissen, kannst du deine Entwicklung nicht beeinflussen. Neue Krisen werden kommen und dich vor unlösbar scheinende Probleme stellen.“ … aber wo bitte steckt denn die Sicherheit für mich, wenn ich die Sache mit der Resilienz verstanden habe? … „In der Logik.“ … wie muss ich das jetzt wieder verstehen? … „Wenn du, um Entscheidungen, in einer Krise oder überhaupt im Leben, zu treffen, ein gewisses Maß an Sicherheit haben willst, solltest du stets der Logik folgen.“ … warum? Und vor allem wie geht das? …

„Immer eins nach dem anderen, mein Lieber. Zuerst gilt es zu verstehen, dass deine Fähigkeit zur Resilienz, von deiner Motivation abhängig ist. Kennst du den Spruch: Für den Optimisten ist das Glas halb voll, für den Pessimisten ist es halb leer?“ … wer kennt den nicht. Aber was hat das mit Resilienz zu tun?… „Optimisten haben einen leichteren Zugang zur Resilienz als Pessimisten. Sie richten ihre Wahrnehmung auf das, was sie in ihrer Vergangenheit gelernt haben. Ganz nach dem Motto: Am Ende hat sich immer eine Lösung gefunden. Damit schaffen sie sich die Motivation, die auch ihr Handeln in einer Situation positiv beeinflusst. Der Pessimist hingegen, beeinflusst seine Wahrnehmung mit seinen negativen Emotionen. Dadurch schafft er sich die Motivation in seiner Wahrnehmung nach den Erfahrungen zu suchen, die für ihn negativ waren. Ganz nach dem Motto: Ich habe es gewusst. Das kann nicht gut sein. Dadurch färbt er auch sein Handeln negativ, indem er, in einer Situation, entweder gar nichts tut oder das Falsche. Im Gegensatz zum Optimisten, fehlt ihm dadurch auch die Bereitschaft eine Situation als Möglichkeit zu sehen, Neues zu lernen.“

… du willst mir hier also durch die Blume sagen, dass die Fähigkeit der Resilienz eine Bereitschaft im Leben, dazu zu lernen voraussetzt?!… „So ist es. Denn Logik ist nichts anderes als Wissen.“ … mmhhh…???… was ich nicht verstehe ist, was das halbe Glas Wasser, ob ich es jetzt optimistisch „gut“ oder pessimistisch „schlecht“ finde, mit meiner Fähigkeit zur Resilienz zu tun hat… „Nichts.“ … wie?… nichts?… „Das halbe Glas Wasser und deine Sichtweise darauf, zeigt nur nach welcher Art der Motivation im Leben du lebst. Es lässt erkennen, wie groß oder klein deine Lernbereitschaft im Leben ist und wie leicht oder schwer es dir fällt deine Fähigkeit der Resilienz zu nutzen. Es gibt dir nur eine Vorstellung davon, wie deine Wahrnehmung ausgerichtet ist. Zum Tragen kommt die Resilienz im Leben immer nur dann, wenn du z.B. das halbe Glas Wasser mit einem Ziel oder einer Entwicklung in Verbindung bringst. Denn dann ist Handlung gefragt, in Form von deiner Aktion oder Reaktion. Hier entscheidet deine Fähigkeit zur Resilienz über die Größe deines Handlungsspielraumes in einer Situation, die Zeit und Energie, die du für sie verwenden musst und ob du die Weichen für dein zukünftiges Leben in eine positive oder negative Richtung stellst.“

…groar… apropos Energie. Mein Magen sagt ich muss nachtanken. Gibt`s endlich Brotzeit?… „Na dann komm. Wir lernen später weiter.“ … muss das sein?… „Ja, denn wie Ur-Ur-Oma sagt: Wissen allein nutzt nicht viel – du solltest es auch verstanden haben.“ … was tut man nicht alles für ein Stück Fleischwurst… schmatz…

In diesem Sinne,

Euer Herr Cater