Glücklich sein kann man lernen

Schon klar. So manch einer von Euch wird jetzt seine Gesichtsmuskeln zu einem Grinsen verziehen. Glücksunterricht mit dem Dalai Lama – der Herr Cater nun wieder. Aber lasst Euch gesagt sein, wer grinst hat schon mal ein Zipfelchen vom Glück erwischt! Zumindest predigt das Ur-Oma immer. Sie war es auch, die mir den Zeitungsausschnitt über den Lehrplan in der indischen Hauptstadtregion in Delhi vor die Nase geschoben hat. Glücksunterricht gibt es demzufolge täglich, an allen öffentlichen Schulen der Stadt für Kinder von der Vorschule bis zur achten Klasse. Indem sie meditieren, spielen und diskutieren, sollen sie Glück erforschen, ausdrücken, sowie lernen, sich „angenehm“ zu verhalten. Letzteres ist wohl Ur-Omas eigentlicher Beweggrund mir das Ganze zu zeigen…pfhhh…

Andererseits, wenn, wie der Dalai Lama sagt, Indien in der Lage ist altes und modernes Wissen miteinander zu verbinden, um eine bessere Welt mit glücklichen, wissenden und gutherzigen Menschen zu schaffen, dann bestätigt er doch nur, dass die Welt mich braucht. Ob jetzt Glücksunterricht für Kinder mit dem Dalai Lama oder Geschichten für die Großen mit Eurem h.c. Lebensberater Herr Cater und seiner Villa Geisterbund Mannschaft – das Ziel ist das gleiche. Eine glückliche Welt für uns alle!

…Super, kaum redet man über Schule, steht Groß-Onkelchen, unser Villa Geisterbund Oberlehrer, auch schon wieder auf der Matte… „Na, na Herr Cater! Wie ich dich kenne, willst du doch bestimmt wissen, wie man glücklich wird?!“ …Doch, schon…

Glück erkennen wir meist erst dann, wenn wir es verloren haben

Fast hat es den Anschein, als wäre die eigentliche Aufgabe von Gevatter Tod uns zeigen, dass unser Unglücklichsein im Leben ein einziges Trugbild war. Wie das zu verstehen ist?

Gerade in unserer heutigen Zeit, erscheint uns das Leben wie ein Kampf. Bedroht von Arbeitsplatzverlust, das sich nicht mehr beschützt fühlen und Eifersucht der Menschen untereinander, lässt den Pegel unserer Unzufriedenheit steigen.

Schauen wir in die Welt, erkennen wir, dass das Gute mit Füßen getreten wird und die wachsende Konkurrenz zu Katastrophen und Kriegen führt.

Obwohl wir aus der Vergangenheit wissen, dass eine falsche Einstellung alle Ziele zunichtemachen kann und langfristig zu Leid und Krankheit führt, hoffen wir auf einen guten Ausgang der Dinge – der Kampf ums Glück ist eröffnet.

Werte bestimmen unser Handeln

Wer kämpft will erfolgreich sein. Dumm nur, dass Erfolg Bestätigung braucht. Während Glücklich sein einfach ein Gefühl ist, dass man nur selbst empfinden kann, wird Erfolg in unterschiedlichen Maßeinheiten gemessen. Die Anzahl der Ehrungen, in Form von Urkunden, Pokalen oder Medaillen, dienen der Erfolgsbestimmung der Person. Gehalt, Umsatz oder Gewinn hingegen, sind die Maßeinheiten des Handelns.

Kein Wunder, dass bei all des äußeren Erfolges bei so manchem eine innere Unzufriedenheit bleibt, die sich auch mit schneller, weiter und reicher nicht beseitigen lässt.

Was ist Glück?

Glück ist wie ein zartes Pflänzchen. Damit es wachsen und gedeihen kann, braucht es drei Grundvoraussetzungen:

  1. Der Boden

Der Boden für unser Glück sind wir selbst. Dabei ist dem Glück egal, wie dieser Boden beschaffen ist, denn Glück ist individuell und passt sich allen Gegebenheiten an. Hauptsache wir sind mit unseren Emotionen verbunden, sind ihnen bewusst. Denn die Emotionen sind die Nährstoffe, die das Glück zum Wachsen und Gedeihen braucht.

  1. Das Umfeld

Je vielfältiger das Umfeld ist, mit dem wir uns umgeben, desto größer werden die Möglichkeiten für alle Lebenssituationen passende Lösungen für uns zu finden. Jede Verbindung, die wir eingehen, birgt eine Vielzahl an wichtigen Informationen, aus denen wir lernen können. Wer Wissen hat, hat Sicherheit. Wer Sicherheit hat, fühlt sich geborgen und kann auch andere behüten. Ganz nach dem Motto: „Wer viel über sich selbst gelernt hat, kann auch andere besser verstehen.“ Der beste Weg dem Pflänzchen Glück das Unkraut Egoismus fern zu halten.

  1. Die Pflege

Nein, ohne Pflege geht es nicht. Glück will, dass man sich aktiv mit ihm beschäftigt. Es möchte, dass wir über unsere Emotionen mit anderen reden, von und mit anderen lernen und unseren Wünschen die Möglichkeit geben, zusammen mit den Wünschen anderer zu wachsen. Während die Geduld, die es dafür braucht, der benötigte Dünger für das Glücks-Pflänzchen ist, spendet unsere Sprache das benötigte Wasser.

Geduld eröffnet dem Glück Chancen, unsere Sprache und das mit ihr eng verbundene Verhalten, bestimmt über seine Stabilität.

…Wenn man Groß-Onkelchen so zuhört, würde sich der Dalai Lama sicher freuen ihn und meine Wenigkeit, mal kennen zu lernen – zwecks Gedankenaustausch… Na wer weiß…so ein Glücks-Pflänzchen ist ja immer für eine Überraschung gut und hat sicher nichts gegen eine Deutsch-Indische Freundschaft einzuwenden… vielleicht liest einer von Euch die Geschichte, der jemanden kennt, der sie übersetzt, sie weitergibt an jemanden den er kennt, der jemanden kennt, der sie dem Dalai Lama auf den Schreibtisch legt…???…Kennt Ihr nicht? Ist nicht schlimm. Wenn ich Groß-Onkelchen richtig verstanden habe, ist jeder Schreibtisch den Ihr kennt und auf dem ich demnächst Dank Euch liegen könnte, näher an Indien als der in Frauchens Büro!

In diesem Sinne,

Euer Herr Cater