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Die Funktion seiner Werkzeuge zu kennen schafft die stabile Basis Wissen erfolgreich umzusetzen

Laut den Prophezeiungen von Ur-Ur-Oma, beginnt im August eine Zeit, die auch das nächste halbe Jahr für alles, was mit Arbeit, Beruf und Umwelt zu tun hat, ausschlaggebend ist. Der August ist ein guter Monat für alle beruflichen Veränderungen. Wer jetzt handelt, hat gute Möglichkeiten seine Vorhaben zum Erfolg zu bringen. Wichtig dabei ist, dass diese Vorhaben gut durchdacht und auf lange Sicht angelegt sind. Die vorhandene Grundenergie ist positiv verhalten, was genug Zeit gibt, über bisher Gelerntes nachzudenken. Keinesfalls sollte man sich von kleinen wie großen Nachrichten, auf dem Weg seiner Veränderungen, verunsichern lassen. Die Kunst liegt im August darin, sich diese, für das was man erreichen will, zunutze zu machen und optimale Lösungen zu finden.

Deshalb ist es wichtig, die eigene Unzufriedenheit hintenan zu stellen und das bis jetzt Gelernte umzusetzen. Diejenigen, die immer noch nicht verstanden haben, weshalb es gerade jetzt wichtig ist, trotz Reisefreiheit und Lockerungen, in kleinen Schritten voranzugehen, werden bis Ende des Jahres dazu beitragen, mögliche Erfolge zunichtemachen. Ab jetzt entscheidet sich durch das Verhalten der Gemeinschaft, ob das nächste halbe Jahr für die einzelnen Länder und Firmen zum Erfolg wird, oder die gesetzten Ziele ein Wunschtraum bleiben. Wer optimale Lösungen sucht, sollte schnell von der Gier lassen und nach dem Motto „Weniger ist mehr“, bzw. „langsamer ist oft schneller“ handeln.

… na super. In meinen Ohren klingt das nach „Wenn nix schief geht, wird alles gut“. Und wie zum Kuckuck soll man sich eine „positiv verhaltene“ Grundenergie zu Nutze machen, wenn man nicht einmal weiß was genau das ist? Wenn Ihr mich fragt, klingt der August nach einem freundlich wirkenden alten Herrn, der dir, kaum dass du an ihm vorbei gehst, fies von hinten, mit seinem Stock, ein Bein stellt… mööhhh…

„Na, na Herr Cater. Wer wird denn gleich wieder so emotional, nur weil er nicht gleich alles versteht.“ … du hast leicht reden, Ur-Oma. Bei all dem, was ihr mir hier alles erklärt, hab` ich langsam das Gefühl, dass ich den Eiersalat im Kopf und nicht im Bauch habe… „Dann wird es Zeit, dass wir, wie es Ur-Ur-Oma vorschlägt, über das was du bis jetzt gelernt hast, gemeinsam nachdenken und Ordnung in deinem Hirn schaffen.“ … danke. Kann ich, bis der Eiersalat aus meinem Kopf verschwindet, ein kleines Stück vom Erdbeerkuchen haben? … biiitteee… „Ja.“ … danke… schmatz… „Und? Hast du jetzt verstanden was eine „positiv verhaltene“ Grundenergie ist und wie du sie dir zu Nutze machen kannst?“ … schluck…???… wie jetzt? … „Positiv verhalten meint, dass sich gute Möglichkeiten auftun aber es noch ein wenig Zeit braucht, bis sie sich realisieren lassen.“ … ach so. Du sagst mir, dass du mir hilfst, den Eiersalat aus meinem Kopf verschwinden zu lassen – die gute Möglichkeit. Bis dahin braucht es aber noch einige Erklärungen, weshalb sich die Befreiung meines Hirns noch ein wenig hinauszögert – bis nach der Lehrstunde. Somit mache ich mir die Zeit zu Nutze, indem ich zum einen lerne und zum anderen, deine gute Laune und meine freie Bauchkapazität dafür nutze, mir ein Stück Erdbeerkuchen einzuverleiben… schmatz…

„Sehr gut. Dann können wir ja jetzt anfangen Ordnung in deinem Hirn zu schaffen. Was hast du denn seit Januar gelernt?“ … zum Thema Eiersalat fällt mir ein, dass unser Herr Pfarrer einmal gesagt hat, dass wir schon längst in einem Paradies leben könnten, wenn wir, zwischen dem was wir erreichen können und dem was wir wirklich brauchen, besser unterscheiden würden. Das war die Sache mit der Entwicklung, die nur dann in eine gute Richtung führen kann, wenn ich mein Wissen und meine Werte im Gleichgewicht halte. Um zu erkennen, von welcher Basis aus ich anfange mich zu entwickeln, habt ihr mir das Henne – Ei Problem erklärt. Das hilft mir zu verstehen, wie ich mein Leben mit den großen Zusammenhängen in Verbindung bringen kann, um zu erkennen was gute oder schlechte Ziele für mich sind und wie sie sich auf mein Umfeld auswirken. Wichtig war hierfür auch das vom Ei zum Hühnerbaron Prinzip. Damit habt ihr mir gelernt, wie ich überprüfen kann wohin mich mein Handeln führt. Es gibt mir auch eine gute Möglichkeit eventuelle Wissenslücken zu füllen. Die Gretchenfrage zu stellen, hilft mir im Leben eine gute Entscheidung zu treffen. Da es für Entscheidungen aber immer am besten ist, wenn keine Emotionen im Spiel sind, habt ihr mir in den letzten Wochen die Sache mit der Resilienz gelernt. Sie erweitert meine Wahrnehmung und hilft mir, wenn notwendig, von Emotion auf Logik umzuschalten…

„Ehrlich, ich bin beeindruckt. Was macht dein Kopf?“… mmhhh… fühlt sich grad irgendwie leer an. Warum? Hab` ich was vergessen?… „Nein, war alles dabei, was dir als Handwerkszeug für deinen Weg in ein gutes Leben dienlich sein kann. Ich hab` nur gefragt, weil ein sich leer anfühlender Kopf, aufgeräumt ist.“ … schleck… na, das war wieder einmal eine Punktlandung. Lehrstunde vorbei, der Kopf leer und der Bauch voll mit Erdbeerkuchen … rülps … ich muss schon sagen, die positiv verhaltene Grundenergie, ist mir äußerst sympathisch… schnurr …

„Dann wollen wir hoffen, dass du dir diese Einstellung auch über die nächsten Lehrstunden hinaus erhalten kannst.“ … wieso? … „Ab dem nächsten Mal, wirst du lernen, wie du das bis jetzt Gelernte mit Hilfe deines Handwerkzeuges auch umsetzen kannst. Dabei kippt bei dir erfahrungsgemäß immer wieder auch die Stimmung, wenn das nicht auf Anhieb klappt.“ … das ist jetzt eine Falle Ur-Oma, gib`s zu. Du willst nur hören, dass ich, seit ich die Sache mit der Resilienz begriffen habe, auch meine Lerntiefs besser überwinden kann… „Der Herr Cater, immer wieder für eine Überraschung gut.“ … Ur-Oma muss ja nicht wissen, dass Frauchen mir ab und an souffliert, wenn ich nicht weiterweiß. Und weil Hilfestellung niemandem schaden kann, gebe ich Euch einen ihrer Ratschläge jetzt weiter. Wer von Euch auf der Hanwerkszeugliste (Eiersalat, Henne – Ei Problem, Ei zum Hühnerbaron Prinzip, Gretchenfrage oder Resilienz) noch ein paar Wissenslücken zu füllen hat, sollte die Zeit bis zu unserer Lehrstunde nutzen und hier im Blog – Archiv, ab Januar 2020, noch einmal nachlesen…

In diesem Sinne,

Euer Herr Cater

Resilienz vergrößert die Wahrnehmung und gibt Sicherheit

Ur-Opa kann ja manchmal ganz schön fies sein. Von wegen, meinen Willen testen – die Belohnung fürs letzte Lernen gibt es erst heute… pfhhh… nicht mit mir! Allerdings frage ich mich schon, warum Großtantchen bei meinem letzten Besuch, nach dem Belohnungsdebakel von letzter Woche, so herzhaft gelacht hat. Auch Frauchen hatte so ein hinterlistiges Grinsen im Gesicht. Langsam glaube ich, die machen sich lustig über mich… mööhhh…

„Mal abgesehen davon, dass ich das mit dem „Fies“ gehört habe, fanden die beiden es nur urkomisch, dass du deinen Willenstest bestanden hast, ohne es zu merken.“ … tschuldige Ur-Opa, war nicht so gemeint – kennst mich ja. Aber wie meinst du das mit bestanden und nicht gemerkt? … „Ganz einfach. Du hast die fehlende Belohnung von mir, für dein Lernen, kurzerhand auf dem Weg zu deiner Wolke, bei Großtantchen und ihrem Kuchen, selbst ersetzt und bist heute wieder da.“ … so bin ich eben. Aber inwiefern habe ich damit den Test bestanden? … „Hier, da ist ein Schleckerlie für dich.“ … als Belohnung für mein Bestehen? … „Nein, damit du dich bewegst und nicht länger auf der Leitung stehst.“ … knurps… knurps … da bin ich jetzt aber gespannt…

„Nehmen wir einmal an, du wärest ein Pessimist. Dann hätte dich die fehlende Belohnung für dein Lernen deprimiert. Auf dem Weg zu deiner Wolke hättest du dich mit deinen negativen Emotionen beschäftigt. Ärger, Wut und Enttäuschung hätten sich bei dir breit gemacht. Sie hätten dich in deiner früheren Sichtweise über das Lernen bestätigt – lernen bringt nichts. Du hättest auf deiner Wolke geschmollt und dir geschworen, dass der Unterricht dich nie wiedersieht. Irgendwann wäre dir dann der Gedanke gekommen, dass du mit dieser Einstellung nicht weißt, wie ich auf dein „lernen ist doof“, reagieren würde. Ob der Ur-Opa jetzt so böse auf dich ist, dass es keine gemeinsame Brotzeit mehr gibt? Wie sieht wohl die nächste Begegnung mit mir aus? Wird mit dir geschimpft? Ja, Angst ist in der Lage die Zukunft in tief schwarzen Farben zu malen. Ergebnis: Ich hätte dir heute gesagt, dass du den Test nicht bestanden hast.

Als Optimist hättest du dir vielleicht, nach dem ersten Wutanfall, gedacht: kann schon mal passieren. Bestimmt hält der Ur-Opa sein Wort und gibt dir die Belohnung beim nächsten Mal. Die Enttäuschung über die entgangene Brotzeit, hättest du im Zaum gehalten, indem du dir eingeredet hättest, dass du so ein paar Kalorien sparst und damit etwas für deine nicht ganz so schlanke Linie tust. Dein im Laufe der Woche immer wieder hochkommende Ärger, hätte dich dazu angeregt, die unterschiedlichsten Erklärungen für das Fehlen der Belohnung zu finden. Nein, Ur-Opa trifft keine Schuld – abhaken unter dumm gelaufen. Du klammerst dich an die Hoffnung, dass es beim nächsten Mal klappt. Zumindest versuchst du es die ganze Woche lang, auch wenn es ab und zu schwerfällt, denn zum nächsten Unterricht willst du wieder gehen. Ergebnis: Ich hätte dir heute gesagt, dass du den Test gerade noch so bestanden hast. Just in dem Moment, in dem du dich gefreut hättest, hätte ich dir dann gesagt, dass wir den Test noch einmal wiederholen. Trotz Bestehen keine Belohnung und wieder ab auf deine Wolke.

… aber warum das? Ich hätte als Optimist den Test doch gerade so bestanden!? Kapier ich nicht… „Das „Gerade so“, hat einen Haken. Wiederholt man den Test mehrere Male, zeigt sich, wie lange du in der Lage bist deinen Optimismus aufrecht zu erhalten. Denn deine Belohnung rückt damit in weite Ferne. Irgendwann wird sich so zeigen, ob du letztendlich doch dein Ziel, mangels Belohnung, zu Lernen, aufgibst und zum Pessimisten wirst oder vom Optimisten auf Resilienz umschaltest.“ … wie soll ich das jetzt wieder verstehen?… „Ur-Oma würde es dir so erklären: Der Optimist hält sich an den alten Spruch, „Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht“. Die Resilienz geht munter weiter – wenn es sein muss auch mit einem Eimer.“

… langsam fange ich an zu verstehen. Meinen Ärger und meine Wut über die entgangene Brotzeit, habe ich genutzt, um über andere Möglichkeiten an eine Belohnung zu kommen, nachzudenken. Dabei ist mir Großtantchens Kuchen eingefallen. Mir ist auch nicht entgangen, dass du mich zwar auf meine Wolke geschickt hast, aber mir auf dem Weg dorthin nicht verboten hast bei ihr vorbei zu schauen. Dadurch hat sich meine Enttäuschung über das Ende der letzten Unterrichtsstunde minimiert, denn ein Stück Kuchen schmeckt mir ebenso wie eine deftige Brotzeit. Also kein großes Ding, der nächste Unterricht kann kommen. … schleck … bekomme ich für diese Erkenntnis jetzt noch ein Schlecherlie von dir? … „Nein und zu Großtantchen darfst du heute auch nicht.“ … ne, Ur-Opa. Mich führst du nicht aufs Eis! Wenn das so ist, geh ich heute zu Oma, die hat immer ein Schälchen Milch für mich. Aber eine Frage hab` ich noch. Wenn ich doch Resilienz technisch alles richtig gemacht habe, warum hatte ich dann so ein mulmiges Gefühl, dass Großtantchen und Frauchen über mich lachen? In Wahrheit haben sich ja beide gefreut, dass ich mit meinem Handeln den Test von dir bestanden habe… „Das liegt daran, Herr Cater, weil du die Resilienz aus dem Bauch heraus angewendet hast. Das Bauchgefühl ist geprägt von Emotionen und das macht unsicher, denn Emotionen können leicht vom Positiven ins Negative kippen. Wendest du die Resilienz bewusst an, folgst du der Logik. Sie folgt den Fakten und gibt dir dadurch Sicherheit, denn ein Fakt ist und bleibt ein Fakt. Mit der Sicherheit verschwindet auch das mulmige Gefühl, denn die Logik besagt, dass es vollkommen egal ist, mit welcher Intension jemand über dein Handeln lacht. Wichtig ist einzig und alleine, dass du durch dein Handeln, dein Ziel nicht aus den Augen verlierst. Am Ende, wenn du dein Ziel erreicht hast, bist dann du derjenige, der aus vollem Herzen lacht.“ … genial. Wer mein Lachen dann für ein hämischen Lachen hält, statt eines vor Freude, dem empfehle ich dann deinen Unterricht in Sachen Resilienz Ur-Opa…

„Na dann komm. Laß uns Brotzeit machen, du Schlaumeier.“ … jauu… bin dabei…

In diesem Sinne,

Euer Herr Cater

Der Unterschied zwischen Disziplin und eisernem Willen liegt im Belohnungssystem

Ja, Ur-Opa versteht es durchaus, einem den Mund wässrig zu machen. Mittlerweile hat er mich schon so weit, dass ich mir nicht mehr sicher bin, ob ich mich auf meine Belohn – Schleckerlies oder das Lernen freue. Naja, folgt man der Logik ist es auch egal, denn am Ende jeder Unterrichtsstunde hab` ich erfahrungsgemäß beides…

„Na, wenn man dich so denken hört, Herr Cater, ist heute wohl der richtige Zeitpunkt gekommen, dir, wie versprochen, den Unterschied zwischen Disziplin und eisernem Willen zu erklären.“ … ist das nicht dasselbe?… „Nein, auch wenn das viele Menschen meinen. In Wahrheit ist er ein Barometer, das dir zeigt, ob du statt für ein Ziel, deine Zeit und Energie hauptsächlich für deine Emotionen verwendest oder für ein Ziel mit deiner Zeit und Energie zielstrebig der Logik folgst.“ … ??? … was soll das jetzt schon wieder bedeuten? … „Ach herrjeh, Herr Cater. Hier hast du ein Leckerlie für die Konzentration.“ … knurps… knurps … danke, ich höre…

„Siehst du, schon hast du etwas über Disziplin gelernt.“ … welchen Haken hab` ich an dem Leckerlie übersehen? … „Keinen. Dinge die du nicht gleich verstehst, machen dich unruhig und nervös. Die Folge daraus ist, dass du in der Situation ein mulmiges Gefühl entwickelst. Das Leckerlie, das du in diesem Moment von mir bekommst, erzeugt bei dir ein gutes Gefühl. Es tauscht sozusagen deine negative Emotion in eine positive, weshalb du dich wieder auf das Zuhören konzentrieren kannst. Auch wenn es bei dir meist nur daran liegt, dass du die Hoffnung hast, es könnte ja noch ein Leckerlie folgen.“ … willst du mich jetzt mit den Löwen im Zirkus vergleichen? … „Ganz so falsch ist der Vergleich nun auch wieder nicht – wenn man von dem Größenunterschied einmal absieht.“ … grrr… „Gut gebrüllt, du Löwe. Hier, bitte.“ … knurps … knurps …

„Disziplin hat in der Hauptsache mit dem Einhalten von Regeln zu tun. Hält man sich an die Regeln, die eine bestimmte Situation erfordert, erreicht man ein vorgegebenes Ziel leichter oder auch schneller. Um dies zu unterstützen, verwenden wir gerne ein Belohnungssystem. Die Löwen bekommen ihr Häppchen Fleisch, für jedes gut ausgeführte Kunststück und du dein Leckerlie fürs Zuhören.“ … und warum fällt es mir dann immer so schwer diszipliniert zu sein, wenn es doch eine Belohnung dafür gibt? … „Weil es im Leben eben nicht immer gleich eine Belohnung gibt. Stell dir einmal vor, der Dompteur beschließt, dass er seine Löwen erst nach der Show belohnt. Bei einem schwierigen Kunststück, fühlt sich ein Löwe unsicher. Er zeigt das, indem er brüllt und mit der Tatze schlägt. Doch es gibt von Seiten des Dompteurs keinen positiven Anreiz für den Löwen. Er sieht die Hand des Dompteurs nicht in die Häppchen Tasche greifen. Das was jetzt passiert ist, dass sich die negativen Emotionen, die der Löwe ohnehin in der Situation schon hat, durch den vermeidlichen Verlust seines Fleischhäppchens, noch verstärken. Was glaubst du, passiert?“ … ist doch klar. Der Löwe wird sauer und greift an… „Genau. Übertragen auf das Leben, bist du der Dompteur und die Löwen stehen für deine Emotionen.“ … das heißt also, dass Disziplin bedeutet, meine Emotionen im Griff zu haben. Fällt es mir schwer diszipliniert zu sein, läuft im Belohnungssystem etwas quer und meine negativen Emotionen torpedieren mein Ziel, mich an die Regeln zu halten…

„Ja. Das ist auch mit ein Grund, warum sich in der momentanen Corona Krise immer mehr Menschen gegen eine Maskenpflicht wehren. Die Maske zu tragen und Abstand zu halten ist eine Regel. Sich daran zu halten, erfordert Disziplin. Das Maskentragen macht vielen Menschen Probleme. Die einen können damit nicht so gut atmen, die anderen finden es umständlich, wieder andere fühlen sich eingeengt oder ihnen fehlt der Lichtblick für ein Ende der Maskenpflicht. All diese Probleme schaffen negative Emotionen. Da es aber scheinbar keine Belohnung für das Maskentragen gibt, verstärken sich, wie im Beispiel der Löwen, die negativen Emotionen und schon ist es vorbei mit der Disziplin.“ … und was ist dann jetzt der Unterschied, wenn man das Ganze mit dem eisernen Willen statt Disziplin angeht? …

„Nun, es muss nicht immer gleich der eiserne Wille sein. Der ist eher der Turbo in extremen Situationen. In nicht ganz so schwierigen Situationen tut es der Wille auch. Während sich die Disziplin hauptsächlich mit dem Einhalten aufgestellter Regeln beschäftigt, richtet der Wille seinen Fokus auf das, was man am Ende durch das Einhalten der Regeln erreichen kann. Für die Maskenpflicht bedeutet das, dass eben solange Maske getragen wird, bis das Ende der Corona Krise erreicht ist, auch wenn es die ein oder anderen Probleme mit sich bringt. Na, eine Idee worin der Unterschied zwischen Disziplin und Wille liegt?“ … mmhhh… ich glaube, der liegt im Belohnungssystem. Die Disziplin braucht Belohnungshäppchen in kurzen Abständen, der Wille kommt länger ohne aus. Aber sag mal Ur-Opa. Woran liegt das? Kennt der Wille keine Emotionen? Oder was macht der, um nicht von den negativen Emotionen torpediert zu werden, wenn es gerade mal nicht so gut läuft?…

„Auch der Wille muss mit Emotionen umgehen. Er hat jedoch gegenüber der Disziplin zwei entscheidende Vorteile. Zum einen sieht er im Erreichen des Ziels auch seine Belohnung, zum anderen hat er gelernt die vorhandenen Emotionen, statt sie zu disziplinieren, geschickt für seine Zwecke zu nutzen.“ … das klingt als kämen wir dem Geheimnis der Resilienz auf die Spur. Da bin ich gespannt. Kann es sein, dass die Fähigkeit zur Resilienz davon abhängt, wie gut man die Sache mit dem Willen beherrscht?… „So ist es. Wie es mit deinem Willen so bestellt ist, werden wir jetzt auch gleich einmal testen.“ … wie denn? … „Brotzeit fällt heute aus. Ich geh` zu meinem Stammtisch und du auf deine Wolke.“ … grrr… und wo bleibt meine Belohnung fürs Lernen? … „Die gibt es in der nächsten Lehrstunde, wenn wir das Geheimnis der Resilienz lüften.“ … mööhhh… aber … „Nix aber!“ … schon gut… pfhhh … Er hat aber nicht gesagt, dass ich auf dem Weg zu meiner Wolke nicht bei Großtantchen auf ein Stück Kuchen vorbeischauen darf … schleck…

In diesem Sinne,

Euer Herr Cater