Resilienz braucht Werte, frei von Emotionen

Na super. Kaum hab` ich geglaubt die Sache mit der Resilienz endlich begriffen zu haben, scheint mein Hirn, allein schon bei der Erwähnung von dem Wort „Emotionen“, Amok zu laufen… grrr… kein Wunder, denn diese Emotionen bringen einen, wenn man mal eine Sekunde nicht aufpasst, nix als in die Bredouille und lachen sich auch noch eins. Warum auch nicht. Schließlich scheinen sie sich sehr bewusst darüber zu sein, dass wir sie nicht abschaffen können, da wir sie als Energielieferanten für die Resilienz brauchen. Das ganze Dilemma treibt bei mir schon solche Blüten, dass ich mir bei den Bildern von den Demos aus Berlin, schon bildlich vorgestellt habe, dass dort alle möglichen Emotionen auf der Straße laufen und ihre Fahnen und Plakate schwenken. Nein, nicht weil ich das Ganze so lustiger finde, sondern weil es das ganze Ausmaß an Dramatik zeigt, was unsere Emotionen so in der Lage sind, mit uns anzustellen. Sie fordern ihr Recht auf Existenz, genau wie die Demonstranten ihr Recht der freien Meinungsäußerung. Ergebnis meiner bildlichen Betrachtung: Dank meiner Emotionen, herrscht in meinem Inneren täglich eine Art Berlin inklusive Sturm auf das Reichstaggebäude… fauch…

„Da sind wir doch einmal froh, dass es auch in unserem Inneren, so etwas wie die drei mutigen und entschlossenen Polizisten gibt, die deine Emotionen versuchen in Schach zu halten und Schlimmeres verhindern.“ … jetzt machst du mich neugierig, Großonkelchen. Wer sind die drei?… „Man nennt sie „Erfahrung“, „Verstehen“ und Erkenntnis“.“ … klingt ein bisschen wie die drei Weisen aus dem großen Bibelbuch… nur das Beste zum Wiegenfeste… „Jetzt werden wir aber nicht frech, Herr Cater!“ … schon gut, hab`s nicht so gemeint. Aber was haben Erfahrung, Verstehen und Erkenntnis mit dem bändigen von Emotionen zu tun?… „Sie unterstützen uns, dass wir aktiv unsere Entwicklung, im positiven Sinne, steuern können. Dabei wirken sie wie ein Filter, der dafür sorgt, dass unser System der Resilienz, möglichst nur hochwertige Energie erhält.

Die Erfahrung hilft, uns zu erinnern, worauf wir unsere Wahrnehmung im Leben richten sollen. Sie ist unser Gedächtnis dafür, welche unserer Bedürfnisse uns eher geschadet und welche uns nützlich gewesen sind. Sie hilft uns so, unsere Werte zu sortieren. Welche sollten wir aufgeben und welche sollten wir weiter hochhalten und ausbauen.

Das Verstehen hilft, unsere Erfahrungen mit den Einwirkungen von außen, denen das Leben unterliegt, in Verbindung zu bringen und zu verarbeiten. Es unterstützt unseren Lernprozess und schult das Auge unserer Wahrnehmung, die Richtung unseres Weges zu erkennen. Auch lässt es uns die Verbindung zum Ganzen nicht aus den Augen verlieren.

Die Erkenntnis gibt uns den Startschuss zum Handeln und vermittelt uns auch in unsicheren Situationen, ein Gefühl der Stabilität, da sie uns in die Lage versetzt, auch über einen längeren Zeitraum hinweg, eine positive Grundenergie aufrecht zu erhalten.

Leider ist in heutiger Zeit, die Bedeutung dieses Filtersystems mehr und mehr in Vergessenheit geraten. Wie beim Auto auch, bedarf es der Pflege und Reinigung, damit es effizient arbeiten kann.“ … du willst also damit sagen, dass es bei mangelnder Pflege, wie beim Auto auch, verstopfen kann?!… „Ja und damit erhält unser System der Resilienz nicht mehr die Energie, die es braucht. Während dies beim Auto zur Leistungsminderung oder gar bis zum Motorschaden führen kann, führt dies im Leben zu fatalen Entwicklungen, deren Handhabe uns zunehmend Schwierigkeiten bereitet.“ … na, super. Aber was führt denn nun zu der Verstopfung der Resilienz – Filter?…

„Das sind Wissenschaft, Gesetz und Sprache.“ … wie??? … das glaub` ich jetzt nicht… „Sie sind die Energie unserer Entwicklung, aber falsch genutzt tragen sie zur Verstopfung der Resilienz – Filter bei.“ … du meinst also, wie beim Auto, wenn der Sprit falsch verbrannt wird, erzeugt das Ruß, das die Filter verstopft!?… „So könnte man es, einfach ausgedrückt, sagen, ja.“ … und im Leben bedeutet das dann, dass uns die Pandemie, die daraus resultierenden Vorschriften, die Rechtsradikalen und Verschwörungstheoretiker dann geballt in Berlin um die Ohren fliegen?… „Auch das könnte man vereinfacht so sagen.“ … aber warum? Gibt es da eine katergerechte Erklärung dafür? …

„Wissenschaft, Gesetz und Sprache sind nach unserer Wahrnehmung Werte, die unser Leben sicher und erfolgreich machen sollen. Mit ihnen wollen wir unsere Entwicklung voranbringen. In gewisser Weise gelingt das auch. Die Wissenschaft führt uns zu immer neuen Erkenntnissen, das Gesetz stellt Regeln auf, was Werte sind und wie wir damit umzugehen haben. Die Sprache dient der Verständigung und dem Austausch zwischen Menschen.“ … und was ist daran falsch? … „Nichts. Das Problem entsteht erst dadurch, dass wir Wissenschaft, Gesetz und Sprache als Wert betrachten und sie deshalb ohne die Filter, „Erfahrung“, „Erkenntnis“ und „Verstehen“, nutzen. Dadurch erkennen wir oft erst viel zu spät, dass sie gefärbt mit Emotionen, uns mehr schaden als nutzen.“ … das heißt?…

Die Wissenschaft, z.B. ist in der Lage Stationen im Weltraum zu bauen, aber eine Idee, wie die Menschen früher die Pyramiden gebaut haben, haben sie nicht. Der Mensch heute hält sich für das am weitesten entwickelten Wesen, was das Wissen angeht, aber was die Menschen vor tausenden von Jahren beim Bau der Pyramiden dachten und wussten, da kann er nur mutmaßen. Er setzt stattdessen seine Energie lieber dazu ein, z.B. das menschliche Erbgut zu entschlüsseln. Ganz nach dem Motto: Warum die Werte der Vergangenheit entdecken, wenn man doch mit Forschung neue Werte schaffen kann.

Das Gesetz bemüht sich alle Eventualitäten des Lebens zum Wohle aller zu regeln. Während zu Moses Zeiten, 10 Gebote dafür genügten, braucht es heute unzählige dicke Bücher voll mit Paragraphen, Artikeln und Absätzen. Ohne Studium, ständige Fortbildung und Spezialisierung ist die Fülle an Gesetzen heute nicht mehr zu bewerkstelligen. Auf der Strecke bleibt der einfache Mensch, der längst den Überblick über Recht und Ordnung verloren hat.

Die Sprache, die der Kommunikation zwischen den Menschen und der Wissensweitergabe dient, muss sich mehr und mehr der Wissenschaft und dem Gesetz anpassen. Sie muss Ausdruck und Form der Gesetze widerspiegeln und darf dennoch, trotz unzähligen Fachsprachen der Wissenschaft und einzelner spezifischer Lebensbereiche, die Verbindung zum Menschen als Verständigung im Alltagsleben, nicht verlieren.

Bei all diesen Anforderungen an unsere Werte, merken wir, da wir sie ohne Filter benutzen, nicht, dass sie die Gemeinschaft, die wir Menschen zur Entwicklung brauchen, mehr und mehr in voneinander unabhängige Individuen trennen. Am Ende entstehen Situationen, in denen Gesetze, z.B. unsere Gesundheit regeln, in Form von Behandlungsrichtlinien, die uns Fachärzte in einer Fachsprache erklären, die wir als Patient nicht mehr verstehen.“ … klar und so entstehen dann genau die Unsicherheiten, die wir alle eigentlich durch unsere Werte verhindern wollen. Wenn man einander nicht mehr versteht und sich dadurch von der Gemeinschaft ausgeschlossen fühlt, sucht man Sicherheit als Wert, zur Not in irgendeiner Gruppe – Hauptsache man ist nicht alleine. Dumm nur, wenn die Notgemeinschaft ausgerechnet am Reichstag in Berlin Randale macht. Bleibt nur die Erkenntnis, dass alles besser gelaufen wäre, hätte man verstanden, was andere schon im Vorfeld versucht haben einem zu erklären.

Da lob ich mir meine Wolkengemeinschaft. Die erklären mir mit viel Liebe und Geduld alles katergerecht und sorgen damit stets dafür, dass die gemeinsame Brotzeit danach, zur Stärkung aller beiträgt…

In diesem Sinne,

Euer Herr Cater

Resilienz bewahrt uns davor, dass unsere Emotionen an dem Ast sägen auf dem wir sitzen

Laut Ur-Ur-Omas Prophezeiung ist der September ein eher wankelmütiger Monat. Dem Finanzbereich bringt er zuerst größere Verluste, die sich jedoch nach kurzer Zeit wieder etwas auffangen lassen. Angeschlagen und unsicher bleibt die Finanzlage jedoch bis Sommer 2022.

Die Forschung wird zu neuen wichtigen Erkenntnissen gelangen, die das Gesundheitswesen nach vorne bringt. Doch bis alles ausgewertet und auch verstanden wird, braucht es auch hier noch Zeit, bis Sommer 2022, um zu langfristigen Erfolgen zu führen. Dennoch lassen sich die ersten kurzfristigen Erfolge bereits jetzt erzielen.

Trotz noch bestehender Unsicherheiten fordert der September auf, aktiv am Schutz der Gemeinschaft zu arbeiten. Wichtig wird es dabei sein, die scheinbar kleinen Hinweise und Erkenntnisse zu beachten, denn gerade sie werden langfristig für die Gemeinschaft und damit jedem Einzelnen, zum Erfolg führen. Eine dauerhaft positive Grundeinstellung, trotz Zweifel, lässt Ziele auch wenn es manchmal schwierig ist, erreichen. Auch im September gilt: Wer zügig etwas für die Gemeinschaft erreichen will, sollte sich nicht auf die Ziele Einzelner versteifen. Es ist vielmehr notwendig, Lösungen für die alles zerstörende Gier zu finden.

Im September beginnt auch eine Phase, in der die Natur immer wieder, auf dramatische Art und Weise, demonstriert, was passiert, wenn wir nicht im Einklang mit ihr leben, sondern nur unsere Wünsche in den Vordergrund stellen. Wir sollen lernen, mit der Natur zu leben und nicht ihre Gesetze zu überwinden.

… na super. Da bin ich immer noch von der Erkenntnis vom letzten Mal geplättet, dass der Mensch mit Vorliebe an Fähigkeiten arbeitet, mit denen er Stück für Stück an der Abschaffung seiner Lebensgrundlage arbeitet und schon kommt Ur-Ur-Oma mit Naturkatastrophen ums Eck… mööhhh… „Tja, Herr Cater. Umsonst existiert der Spruch: „Säge nie an dem Ast, auf dem du sitzt“, nicht.“ … toll, Opa. Und was ist, wenn ich eines Tages mit einer Säge auf einem Ast sitzend aufwache? … „Dann solltest du nicht darüber nachdenken ob du einen Sägeschein hast oder was du in dem Kurs dafür gelernt hast.“ … sondern?… „Du solltest deine Energie darauf verwenden, darüber nachzudenken, was du über Resilienz weist und es dir gegebenenfalls auf deinem Ast gemütlich machen, bis du in der Lage bist, diese auch anzuwenden.“ … toll. Aber was ist, wenn es bitter kalt und nass auf diesem Ast ist? Von gemütlich machen kann dann wohl keine Rede mehr sein… „Bist du dir sicher?“

… grrr… wieder in die Falle getappt. Logisch. Heute sitze ich auf keinem Ast und es ist gerade weder kalt noch nass. Somit habe ich genug Zeit, alles über Resilienz und ihre Anwendung zu lernen. Das wiederum hat zur Folge, dass ich entweder erst gar nicht in die ungemütliche Ast–Situation komme oder wenn doch, zu diesem Zeitpunkt genug über Resilienz gelernt habe, um mit der Situation optimal umgehen zu können… „Richtig erkannt, Herr Cater. Du siehst, wer im Leben nicht blind seinen Emotionen und damit der Erfüllung seiner Bedürfnisse folgt, ist in allen Lebenssituationen optimal vorbereitet.“ … langsam beginne ich zu begreifen, warum Großtantchen sagt, dass Resilienz die wichtigste unserer Fähigkeiten sein sollte. Aber wozu bitte, gibt es dann Emotionen und die entsprechenden Bedürfnisse?…

„Sie sind, richtig angewandt, der Motor der Resilienz.“ …???… „Resilienz besteht in ihrer Basis aus dem Lernen von Erkennen und Verstehen, um logische Erkenntnisse für unser Handeln zu gewinnen. Je nachdem wie lange der Zeitraum zwischen Erkennen und logischer Handlung ist, braucht es unterschiedlich viel an Energie, die wir zur Zielerreichung aufwenden müssen. Die Emotionen sind in der Lage uns diese benötigte Energie zu liefern. Allerdings gelingt das nur, wenn wir unsere Emotionen dafür sehr bewusst, also ziel-, bzw. wertgerichtet, einsetzen. In diesem Falle nennen wir das dann Motivation. Unbewusst, also unkontrolliert agierende Emotionen, dienen nur der Bedürfnisbefriedigung. Hier handelt es sich meist um die Emotionen, die an dem Ast sägen, auf dem wir sitzen.“

… du willst damit sagen, dass Emotionen ähnlich funktionieren wie z.B. Feuer. Kontrolliert, bietet das Feuer eine Möglichkeit ein warmes Plätzchen in einer kalten Nacht zu haben oder Nahrung zuzubereiten. Unkontrolliert, z.B. durch Brandstiftung, eine, achtlos weggeworfenen, Zigarette oder einem Blitz, kann das Feuer, wie gerade in Kalifornien, einen großen Schaden bis hin zu einer Katastrophe anrichten, wenn es Natur und Häuser zerstört… „Ja, so kann man es grob sagen.“ … du willst mir damit jetzt aber nicht schonend beibringen, dass es zum Thema „Emotionen – Energie für die Resilienz“, noch diverse Feinheiten und Besonderheiten gibt!!!?… „Das ein oder andere, wirst du dazu schon noch lernen müssen. Aber ich bin mir sicher, dass eine deftige Brotzeit dein Hirn fürs Weiterlernen extrem begeistern kann.“ … da schlag ich jetzt gleich mal ordentlich zu, damit meine Resilienz so richtig in Fahrt kommt… schleck…

In diesem Sinne,

Euer Herr Cater

Resilienz schafft Möglichkeiten

Keine Ahnung wie es Euch geht, aber ich finde die Sache mit den Werten immer noch ganz schön paradox. Da gibt es ein dickes Buch, genannt BGB, das die Werte für alle gleich regeln soll und doch gibt es mit der Einhaltung und Auslegung immer wieder Probleme. Warum ist das so?…

„Weil der Mensch gerne Bedürfnisse mit Werten verwechselt.“ … also ehrlich Großtantchen, von dir als Krankenschwester hätte ich jetzt nicht gerade erwartet, dass du mir Kopfzerbrechen machst. Was soll das denn nun schon wieder bedeuten?… „In meinem Beruf, gerade auch in Kriegszeiten, habe ich viele Menschen gesehen, die im Angesicht ihres Todes schnell erkannt haben, worin der Unterschied besteht. Rückblickend auf ihr Leben, haben sie vieles was sie vorher für Werte hielten, als sinnlos oder vertane Zeit erkannt. Auch dagegen hilft die Resilienz.“ …wie meinst du das?…

„Das Leben ist auf die Existenz von Gegensätzen aufgebaut, die stets versuchen im Gleichgewicht zu bleiben. Nebenbei besteht Leben auch aus den unterschiedlichsten Systemen, die zeitgleich existieren.“ …???… „Ein gutes bildliches Beispiel dafür ist die Matroschka Puppe. Auf den ersten Blick sieht man eine große Puppe. Öffnet man sie kommt eine kleinere zum Vorschein. Öffnet man diese, findet man eine weitere etwas kleinere Puppe usw.“ …das erinnert mich an das Henne – Ei Problem und die gleichzeitige Existenz der Dinge. Damit hab` ich gelernt, kann ich mir bewusst machen, was ich neben meinem Problem, das ich lösen will, noch auf dem Schirm haben sollte. Aber was hat das mit Werten und Bedürfnissen zu tun?…

„Sehr viel. Das Henne – Ei Problem hilft dir auch zu verstehen, in welchem der vorhandenen Systeme du dich mit deinem Problem befindest.“ … und wofür ist das wichtig?… „Weil du nur in der Ebene des Ganzen, in der du dich befindest, ein Gleichgewicht erschaffen kannst. Denke an die Matroschka Puppe. Sie stecken zwar alle ineinander, aber jede Puppe für sich ist eigenständig, eine in sich geschlossene Einheit.“ …ach so. Du meinst damit also, dass es mir nicht das Geringste nutzt, wenn ich den Wolkenarrest, den ich mir durch meine falsch durchdachte Kuchenaktion eingehandelt habe, wieder geradebiegen will, auf besseres Wetter durch die großen Zusammenhänge zu hoffen. Besser wäre es, in meinem System zu bleiben und fleißig zu lernen, damit mir sowas nicht nochmal passiert… „Ja, so kann man das sagen.“ … trotzdem. Das mit den Werten und Bedürfnissen versteh` ich immer noch nicht so ganz…

„Da geht es dir wie so vielen Menschen. Dabei ist es, wenn man der Resilienz folgt, gar nicht einmal so schwer.“ … da bin ich jetzt mal gespannt… „Der Mensch sieht sich gerne als Teil, der Ebene des Universums und der Erde. Im Prinzip ist er das auch, aber anders als er denkt. Übertragen auf unser Beispiel der Matroschka Puppe, ist er zwar Teil der großen Puppe, aber eben nur in Form einer der kleineren Puppen. Er ist nicht die Große. So ist der Gegensatz, indem er ein Gleichgewicht schaffen kann, nicht das Universum und die Erde, sondern die „Puppe“, das System mit dem Namen „Mensch“, dass sich in der Puppe „Natur“ befindet. Die Gesetzmäßigkeiten in der Puppe „Natur“ sind die gleichen wie in der Puppe „Mensch“.“ … daher kommt wohl der alte Spruch „Es ist im Großen wie im Kleinen“ … „Ja und deshalb können wir auch von der Natur viel über Resilienz lernen.“ …???…

„Die Natur strebt nach Entwicklung, wohl wissend, dass diese immer wieder den Einwirkungen der größeren Systeme, wie Universum und Erde, unterworfen ist. Um trotz dieser Einwirkungen, immer wieder in ein Gleichgewicht zu finden, hat die Natur gelernt, dass ihr größter Wert in der Vielfalt besteht.“ … warum?… „Weil die Vielfalt der Natur, die Möglichkeiten sichert, das Gleichgewicht zu schaffen, dass sie für ihre Entwicklung braucht. Nimm einmal die Pflanzen. Es gibt so viele verschiedene Arten. Die einen brauchen viel Wasser um zu überleben, die anderen wenig und wieder andere kommen mit beidem zurecht. Da all diese Pflanzen, wenn auch in unterschiedlichen Regionen, gleichzeitig existieren, tragen sie zur Sicherheit der Entwicklung bei. Sind die Einflüsse so, dass es an einem Ort eine Dürre gibt, sorgen Pflanzen an anderer Stelle dafür, dass Tier und Mensch überleben können, auch wenn sie dafür z.B. wandern müssen. Doch nicht nur in der Art, sondern auch in der Funktion setzt die Natur auf Vielfalt. Der Löwenzahn z.B. wächst nicht nur an den unwegsamsten Orten, er bietet Mensch und Tier auch Nahrung und gilt als wirksame Naturarznei. So lindert er z.B. Ekzeme, Akne, Harnwegsbeschwerden und regt den Körper zum Entgiften an.“

… das bedeutet dann also, dass die Natur alles innerhalb ihres Systems wertschätz, da sich das kleinste, unscheinbarste Etwas, je nach Einfluss der großen Systeme, im Fall des Falles als nützliche Möglichkeit für den Erhalt des Gleichgewichts und damit der Entwicklung, herausstellen kann. So kann ein und dieselbe Pflanze der Natur helfen, Vegetation zu erhalten, um z.B. Boden-Erosion zu verhindern und bei Bedarf für Nahrung und Gesundheit sorgen…??!… das heißt aber doch jetzt auch, dass es der Natur in erster Linie nur um die Entwicklung des Ganzen und nicht um die des Einzelnen, z.B. den Löwenzahn, geht!??… „Das genau ist der Grund, weshalb der Mensch die Natur auch gerne für grausam hält.“ … ganz nach dem Motto: wer sich im Kleinen verzettelt, riskiert die Sicherheit des Ganzen… na super… aber irgendwie interessant der Gedanke, dass für die Natur ein kleiner Löwenzahn den gleichen Wert hat wie Mensch und Tier. Wenn das aber so ist, warum macht der Mensch dem Löwenzahn dann mit Pestiziden den Gar aus?…

„Weil der Mensch in seiner emotionalen Wahrnehmung sich selbst als den größten Wert wahrnimmt. Als Hasenbesitzer wird er den Löwenzahn deshalb als Futterpflanze schätzen. Als Chemiegegner schätzt er ihn als natürliches Hausmittel. Doch als Liebhaber eines englischen Rasens wird er ihn gnadenlos bekämpfen. Statt, wie die Natur den Wert in der Vielfalt des Ganzen zu sehen, sieht er den Wert in der Vielfalt seiner Bedürfnisse. Da bleibt es nicht aus, dass er seine Welt in „gut“ für ihn und „schlecht“ für ihn einteilt. Damit begrenzt er aber auch die Möglichkeiten mit den jeweilig auftretenden Einwirkungen, gut umgehen zu können. Um sein Überleben dadurch nicht zu gefährden, richtet er, im Gegensatz zur Natur, seine Entwicklung auf die Vielfalt seiner Fähigkeiten aus, mit denen er glaubt, die Einflüsse, die auf ihn einwirken, nach seinen Bedürfnissen verändern zu können.“ … is ja irre. Da vernichtet der Mensch jede Menge Möglichkeiten, die ihm beim Überleben helfen könnten, nur um seine ganze Energie auf die Entwicklung von Fähigkeiten zu setzen, die letztendlich einzig und allein dazu beitragen, seine Möglichkeiten, mit denen er trotz der Einflüsse überleben kann, noch mehr zu begrenzen. Denn die ganze Aktion schafft ja noch mehr „gut“ für mich, „schlecht“ für mich…

„Du siehst, Herr Cater, die wichtigste Fähigkeit des Menschen sollte die Resilienz sein, denn sie befähigt uns, neben unseren Bedürfnissen auch das Große und Ganze nicht aus den Augen zu verlieren.“ … ich habe es verstanden, Großtantchen – ich lerne brav weiter. Aber meinst du, die Resilienz hätte etwas dagegen, dass bevor ich das tue, ich mein Bedürfnis nach Milch und Kuchen stille?… „Solange du damit nicht die Welt verändern willst, sondern es als Motivation fürs Lernen siehst, bestimmt nicht.“ … schleck… du bist die Beste…

In diesem Sinne,

Euer Herr Cater