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Der Erfolg des Neubeginns liegt im Unterschied von Wunscherfüllung und kluger Entscheidung

Laut Ur-Ur-Omas Prophezeiung, ist der März günstig dafür, einen Neubeginn zu starten. Die Verluste und Ängste, der Vergangenheit, liefern jetzt die notwendigen Informationen, langfristig eine positive Grundeinstellung zu bewahren, indem man Geschehenes verarbeitet. Kleine Schritte führen zum Ziel, zu große werden durch falsche Wünsche, eine Gefahr für die positive Einstellung. Gerade dann gilt es, die Werte im Leben, von Grund auf zu erneuern. Dies erschwert den Neubeginn zwar ein wenig, fördert aber die persönliche Entwicklung positiv. Das was jetzt getan und gelernt wird, trägt maßgeblich dazu bei wie, aus unsicheren Zeiten, Stabilität erwachsen kann. Im März entscheidet sich ob der Neubeginn, mangels Zutrauens oder Ungeduld, künftig auch schnell wieder verworfen wird und dadurch viele Ängste und Schrecken entstehen oder ob das Handeln, zu einem besseren Verständnis der großen Zusammenhänge führt. Dann werden auch optimale Lösungen gefunden.

Wenn dieser Neubeginn wieder mit Eiern zu tun hat, schmeiß ich hin – mittlerweile hab` ich eine regelrechte Eierphobie. „Keine Angst, Herr Cater. Diesmal wird es nur ein wenig nass und geht in große Höhen.“ … danke Ur-Oma. Die Höhe lass ich mir ja noch eingehen, aber nass?! … igitt … bäh … vergessen? … ich bin eine KATER!!! … „Nun stell dich nicht so an. Du schreibst die Kolumne fürs hiesige Stadtmagazin und du schreibst diesen Blog, obwohl du ein Kater bist. Also bitte, da kann man schon ein bisschen mehr Engagement von dir erwarten.“ … mööhhh … „Nimm dir ein Beispiel an Greta. Die geht als Vorbild, für ihre Freunde, auch bei Wind und Wetter, jeden Freitag demonstrieren!“ … schon gut, Ur-Oma … hab`s verstanden … wenn ich die Zusammenhänge im Leben verstehen lernen kann, können das meine Freunde erst recht … womit fangen wir an? …

„Bei Greta.“ … ??? … „Der Grund ist passend wie simpel. Sie hat der Welt all die Dinge aufgezeigt, die uns Angst machen, weil wir sie verloren haben oder drohen sie zu verlieren. Ihre Botschaft für uns ist, dass wenn wir so weitermachen, wie bisher, die Welt langfristig zerstören. Sie will, dass wir die Grundlage unseres Lebens, die Meere und die Luft, sauber halten. Denn nur so bietet die Welt auch eine gute Grundlage für die nächsten Generationen.“ … aber warum sind dann so viele Menschen wütend auf Greta und schimpfen auf sie, wenn sie doch nichts Falsches sagt? … „In einem gewissen Sinn, macht Greta einen Fehler, den wir alle nur allzu oft machen. Sie denkt nicht über ihr Wissen nach.“ …??? … „Greta will zum einen, dass wir Angst haben und zum anderen, hat sie in ihren Reden, in denen sie den Erwachsenen die Schuld an den Problemen gibt, sehr viele Vorschriften und Verbote für uns, an die wir uns halten sollen, wenn es für die Welt noch eine Rettung geben soll. Doch würde sie einen Moment über das, wie sie es sagt und tut, nachdenken, würde sie eines sehr schnell begreifen. Mit Angst, Verboten und Vorschriften, erreicht man meist das Gegenteil von dem was man will.“ … stimmt. Wenn Frauchen, mir früher Vorschriften gemacht hat indem sie mir mein Futter rationiert oder mir verboten hat, auf dem Balkongeländer zu balancieren, hab` ich eigentlich immer zuerst daran gedacht, wie ich beides am besten umgehen kann. Wirklich darüber nachgedacht, dass sie nur mein Bestes und mich beschützen will, hab` ich so gut wie nie. Sauer auf sie, war ich allerdings öfter. Auch kann ich mich, nur allzu gut, an ihren entsetzten Blick erinnern, wenn ich ihr mal wieder die Schuld dafür gegeben habe, dass eine meiner Spielmäuse im Staubsauger verschwunden ist. Groß nachgedacht, was mein Anteil an der Sache sein könnte, hab` ich selten. Aber warum reagiert man so? …

„Weil Angst, einer unserer Urinstinkte, Gefahr für das Leben signalisiert. Kann man sich der angstmachenden Situation nicht durch Flucht entziehen, geht man in Abwehr-, bzw. Kampfstellung.“ … der Punkt an dem ich immer meine Krallen ausgefahren habe… verstehe… „Genau. Vorschriften und Verbote, nehmen dem Einzelnen, die Möglichkeit, bzw. erschweren es ihm, mit dem Wissen das er, oft mühsam, erworben hat, seine Ziele zu erreichen. Damit wächst bei ihm die Angst, dass die Wünsche, die er für sein Leben hat, unerfüllt bleiben. Das wiederum ist der Nährboden für die Gier des Menschen, in eigener Sache, die sich über jegliche Vernunft hinwegsetzt. Notfalls auch mit Gewalt.“ … na, super … Und wie kann man das jetzt ändern? … „Indem wir unser Wissen und unser Handeln dazu benutzen, Unsicherheiten zu überwinden und trotzdem die Wünsche des Einzelnen wahr werden lassen.“ … und das soll funktionieren? … „Ja. Dazu braucht es zum einen, das Verstehen, dass hektisches Handeln, in schwierigen Situationen, mehr schadet als es nutzt und zum anderen, die Bereitschaft, aus den Schrecken, zu lernen, die dadurch entstehen, dass wir die großen Zusammenhänge des Lebens, in ihrer Abfolge nicht direkt verändern können. Dies gelingt nur, wenn wir lernen, Lösungen, die wir für gut halten, zu hinterfragen.“

… klingt interessant. Aber was bitte ist daran jetzt nass und hat mit großer Höhe zu tun? … „Das mein lieber, wirst du das nächste Mal erfahren. Du erinnerst dich, was Ur-Ur-Oma gesagt hat? … ??? … „Ungeduld gefährdet den Neubeginn!“ … hast ja recht Ur-Oma. Apropos Neubeginn … groarrr … mein Magen sagt mir, es ist an der Zeit Opa zu suchen. Der fängt um diese Zeit nämlich mit seiner Brotzeit an … schnüff … ich rieche Fleischwurst …

In diesem Sinne,

Euer Herr Cater

Das Gleichgewicht, von Wissen und Werten, bestimmt das Handeln

… gähn … so ein Schläfchen, in einer Maya Vase, hat schon was. Nix passiert – Vase noch ganz. Obwohl, passiert ist im Februar schon so einiges. Dank Ur-Omas Eierdiät, hab` ich endlich meine Wohlfühlfigur wieder, kenne jetzt den Weg vom Ei zum Hühnerbaron, hab` den Sprung von der Freitags-Greta zur Gretchenfrage geschafft und Dank der gedanklichen Vorarbeit Goethes, mit Hilfe des Henne-Ei Problems auch noch an der Streitschlichtung um den Gott gearbeitet. Na, wenn ich mir da nicht mal eine saftige Belohnung verdient habe. Ob das Stück Fleischwurst noch im Kühlschrank ist? …schleck … „Tut mir leid, Herr Cater. Es gibt nur noch Eiersalat.“ … Ur Opa, machst du Scherze? … „Nein.“ … grrr… ich kann das Wort Ei nicht mehr hören … „Warum? Du hast durch das Ei doch viel über das Leben gelernt. Hat es da nicht ein bisschen mehr Respekt von dir zu erwarten?“ … schon, aber kann ich denn nicht, durch ein leckeres Stück Fleischwurst, auch was lernen? Müssen das immer Eier sein?… „Ja und nein. Du kennst doch Ur-Oma. Erst muss das Alte verwertet sein, dann gibt es etwas Neues.“ … mööhh …

„Das ist mit den Dingen, die du im Leben lernst genauso.“ …??? … „Das Wissen, das du erwirbst, ist wie Eiersalat machen. Das Wissen, das du hast, ist wie der Eiersalat im Kühlschrank und wenn du das Wissen, das du hast, nicht restlos verstanden hast, ist das wie den Eiersalat wegwerfen, obwohl er noch gut ist. Dich reizt es eher neues Wissen zu erwerben, also kaufst du lieber Fleischwurst. Kurzum, wenn du mit deinem Wissen genauso handelst, wie mit dem Eiersalat und der Fleischwurst, wirst du nie aus deinem vollen Wissen schöpfen können, denn das meiste davon wirfst du ungenutzt weg. Da hilft es auch nicht viel, neues Wissen zu erwerben, denn wenn dich der Geruch von Thunfisch anzieht, hast du auch die Fleischwurst schnell wieder vergessen.“ … na super, ist Eiersalat essen jetzt die Strafe dafür, dass ich mein Nickerchen unbedarft in der Maya Vase verbracht habe? … „Dummkopf, das ist deine Belohnung für fleißiges Lernen.“ … wie jetzt? … „Du liebst Kalorien und davon sind im Eiersalat jede Menge drin. Während du ihn isst, bist du bei mir und da bist du immer gerne. Hast du den Eiersalat verputzt bis die anderen vom Einkaufen kommen, steht zur Brotzeit einem großen Stück Fleischwurst auch nichts mehr im Wege – jetzt verstanden?“ … schmatz … schleck … ja … gar nicht mal so übel das Zeug … „Tja, Oma versteht es eben, alle Zutaten so zusammen zu mischen, dass sie im Gleichgewicht sind. Eine gute Köchin war sie schon immer.“ … heißt das jetzt im Umkehrschluss, dass wenn man die Welt mit Eiern retten will, eine Kochausbildung von Nöten ist? … „Weder noch, Herr Cater. Was ich dir damit sagen will, ist, dass wenn du dein Wissen und deine Werte im Gleichgewicht hältst, dein Weg immer in ein gutes Leben führt. Das ist es doch was du lernen willst, oder?“ … schon, aber wie geht das im Leben? …

„Die Grundbausteine kennst du bereits. Es sind die Gretchenfrage, das Henne-Ei Problem und Goethes Frage nach der Schlichtung des Streites um den Gott.“ … das alles zusammen zu bringen, müsste ich ein Genie sein. Bin ich Einstein?! … „Nein, der war Physiker und kein vorlauter Kater. Aber obwohl er mit der Religion, im Sinne eines Glaubens an Gott als Vater, nicht viel anfangen konnte, hat er das, was du jetzt zusammenbringen sollst, auf seine Art formuliert. Er sagte: Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind. Damit hat er deutlich gemacht, dass Wissen ohne Werte, zu falschem Verhalten führt (lahm) und Werte ohne Wissen, auf Wege führen, die wir nicht abschätzen können (blind)… toll, du bist doch sonst auch eher der praktisch veranlagte Typ, Ur-Opa. Hast du kein Beispiel aus dem normalen Leben? …

„Na, dann nimm doch mal den Wolf und die Schafe. Es gab Zeiten, da gab es bei uns viel mehr Wölfe und viel weniger Schafe, als heute. Irgendwann hat der Mensch entschieden, dass Schafe, die wertvolleren Tiere für ihn sind. Er wusste, sie sind nicht so gefährlich wie Wölfe, sie geben Milch, Wolle und Fleisch. Der Schäfer wurde zu einem Berufsstand. Doch die Wölfe rissen weiter Schafe und bedrohten so die Existenz der Schäfer. Deshalb beschloss der Mensch, die Wölfe zu töten um die Schafe zu schützen und damit das Leben der Schäferfamilien zu sichern. Heute kehrt der Wolf zu uns zurück und der Ruf, den Wolf zu töten, wird wieder laut, denn die Schäfer sehen sich, wie früher, in ihrer Existenz bedroht.“ … mit dem was ich gelernt habe, sollte ich an dieser Stelle wohl über das nachdenken, was ich über Wölfe und Schafe weiß… schön … mal sehen … Früher gab es mehr Wölfe und weniger Schafe als heute. Unterm Strich, dürften die wenigen Wölfe, die Schafe reißen, heute einen geringeren Schaden, für die Schäfer bedeuten, denn die Schafherden sind heute größer als früher. Wenn man den Schäfer zuhört, erfährt man, dass sie heute die Felle, obwohl sie eine hohe Qualität haben, entsorgen müssen, da sie keine Abnehmer mehr dafür finden. Das Fleisch und die Milch bringen weniger Geld ein, da der Konsument möglichst wenig Geld für Nahrungsmittel ausgeben will. Für den Schäfer bedeutet das, viel Arbeit, wenig Einnahmen. Damit führt die Lösung, des Wolf– Schafproblems zu der Gretchenfrage: Soll der Jäger den Wolf töten, um das Existenzproblem der Schäfer zu lösen, oder sollte der Konsument, Fleisch, Milch und Wolle der Schafe, wieder Wertschätzen und damit die Existenz der Schäfer, durch bessere Einnahmen, sichern? … „Jetzt hast du dir deine Fleischwurst verdient.“ … danke Ur-Opa … schmatz … schleck…

In diesem Sinne,

Euer Herr Cater

Werte hinterfragen schafft Lösungen

Wenn ich Ur-Oma, bei ihren Erklärungen, so zuhöre, entsteht bei mir langsam der Eindruck, dass Eier die Welt retten. Letzte Nacht hatte ich sogar einen regelrechten Alptraum. Ohne böse Hintergedanken, bin ich an einem Hühnerstall vorbeimarschiert, als sich wie aus dem Nichts vier Hühner auf mich stürzten und festhielten, während das fünfte, mir ein Ei nach dem anderen in den Rachen stopfte… wurgs… Alle anderen gackerten ganz aufgeregt: „Du musst die Welt retten, Herr Cater…“ …Von wegen die Welt retten … pfhh … das sind schlichtweg die Nebenwirkungen von Ur-Omas Eierdiät, zu der sie mich durch die Hintertür verdonnert hat… pfhh … von wegen lernen für ein gutes Leben …ups… ach du dickes Ei… hab` ich lernen gesagt? Zu spät. Da ist er schon unser Herr Oberlehrer…hallo Großonkelchen…

„Du solltest den Wert von Eiern nicht unterschätzen, Herr Cater.“ … wie meinst du das?… Na, immerhin haben sich schon Schriftsteller wie Plutarch, Universalgelehrte, wie Aristoteles und selbst Goethe, mit dem Ei beschäftigt.“ … haben die, die Eierdiät entwickelt? … „Ach, Herr Cater. All diese klugen Leute, haben versucht das sogenannte Henne – Ei Problem zu lösen. Goethe sinnierte sogar darüber, dass derjenige, der das Rätsel um die Frage, wer zuerst da war – die Henne oder das Ei – den Streit um den Gott, schlichten könne.“ … und? Haben sie eine Lösung gefunden? …

„Für die heutigen Erkenntnisse, der Biologie, gibt es überhaupt kein „Henne – Ei“ Problem. Seit der Evolutionstheorie, geht man davon aus, dass sich Henne und Ei evolutionär entwickelt haben und somit beides, in gewissem Sinne, gleichzeitig existiert. In der Wirtschaft, entsteht diese Gleichzeitigkeit, von Henne und Ei, durch die Situation, dass es für manche Produkte und Dienstleistungen auf dem Markt weder Angebot noch Nachfrage gibt. Dies bedeutet, dass beides gleichzeitig geschaffen werden muss. In der Logik, wird das „Henne – Ei“ Problem eher als Metapher für die Frage nach dem Unterschied von Grund und Ursache genutzt. Du siehst, Herr Cater, dass „Henne – Ei“ Problem ist vielschichtiger als man am Anfang denken mag.“ … super … wer ist dann jetzt schuld an meiner Eierdiät? Die Henne oder das Ei?… „Wenn du mich so fragst, du selbst.“ … danke… möhhh… Gut dann frage ich anders. Wieso, glaubst du, kam Goethe auf die Idee, dass die Lösung für das „Henne – Ei“ Rätsel auch den Streit um den Gott schlichtet?…

„Weil Goethe erkannt hat, dass es in diesem Rätsel nicht nur um Wissen (Henne und Ei), sondern auch um Werte (Gott) geht. Erst wenn man beides miteinander verbindet, zeigt sich die Lösung.“ … wie ist das denn jetzt wieder zu verstehen?… „Das „Henne – Ei“ Problem, zeigt wie schwer wir uns damit tun, unser Alltagsleben im Zusammenhang mit dem Großen und Ganzen zu sehen. Unsere Werte unterliegen, je nach unserer Entwicklung, Veränderungen. Nimm das Beispiel einer Tonvase. Aus Sicht der großen Zusammenhänge, ist eine Tonvase eine Tonvase – aus Ton von Hand geformt und anschließend gebrannt, um etwas darin aufzubewahren. Aus unserer Alltagssicht, ist eine Tonvase aber nicht gleich eine Tonvase. Stammt sie aus der Zeit der Maya, ist sie viele tausend Euro wert, da antik. Ist sie ein Produkt aus einer angesehenen Manufaktur, hat sie einen hohen Sammlerwert. Stammt sie vom letzten Flohmarkt, ist sie ein Schnäppchen. Wird sie auf einem Haushaltswarenmarkt als echte Handarbeit angeboten, finden wir sie überteuert, formt ein Töpfer eine Tonvase, die der Maya Tonvase, zum Verwechseln, ähnlich sieht, ist sie eine billige Kopie.“ … langsam kapier ich das. Mach` ich die Tonvase der Maya kaputt, ist das eine Katastrophe, mach` ich die Tonvase, ein Erbstück von Ur-Oma kaputt, ist das ein großes Unglück und mach` ich die Tonvase, das scheußliche Geschenk einer nervigen Nachbarin kaputt, hab` ich ein gutes Werk getan. Für die großen Zusammenhänge, hab` ich in all diesen Fällen, einfach nur eine Tonvase kaputtgemacht …

„Jetzt hast du es verstanden, Herr Cater.“ … aber wie kommt Goethe auf diesem Weg zur Lösung, den Streit um den Gott zu schlichten? … „Gott, steht Sinnbildlich für die großen Zusammenhänge, aber auch für das Bild des Vaters. Er hat mit seinem Wissen, den Himmel, die Erde und den Menschen gemacht. Am 7. Tag befand er, aus seiner Sicht, die Dinge, die er am 1., 2., 3., 4., 5., und 6. Tag gemacht hat, immer noch für gut.“ … du willst also damit sagen, dass für Gott (im Sinne der großen Zusammenhänge), die Tonvase der Maya, obwohl schon sehr alt, genauso gut ist, wie heute, die Tonvase des Töpfers um die Ecke. … klingt logisch… aber wo versteckt sich hier der Streit um den Gott? …

„Das ist die Sicht, die der Mensch auf Gott, als Sinnbild des Vaters hat. Je nach Lebenslage, spricht der Mensch z.B. vom strafenden, vom beschützenden oder vom verzeihenden Gott.“ … das heißt, wenn ich dich richtig verstehe, dass ich Gott als strafend empfinde, wenn Frauchen mich, auf Nulldiät setzt, weil ich die Maya Vase zerdeppert habe. Als beschützend empfinde ich Gott, wenn mich Opa vor dem Zorn Frauchens rettet, indem er Frauchen die zerbrochene Manufaktur Vase, ersetzt und als verzeihend empfinde ich Gott, wenn Frauchen die Scherben der sowieso ungeliebten Vase, zusammenfegt und mir anschließend tröstend den Kopf streichelt. Ob ich mich bestraft oder beschützt fühle oder den Eindruck habe, mir wird verziehen, liegt also einzig an dem Wert, dem ich der Reaktion gebe, die auf das Zerdeppern der Tonvase folgt. Zusammenfassend bedeutet das, dass ich jetzt ganz entspannt, in der Maya Vase ein Nickerchen machen kann. Denn dank Eierdiät pass ich, erstens, jetzt auch in die Vase rein und zweitens, erschreckt mich nach der Eierdiät auch die Nulldiät nicht mehr. Im Unglücksfall, halte ich mich dann an die großen Zusammenhänge, dann wird mir sicher auch verziehen… schnirch… chrapfühhh…

In diesem Sinne,

Euer Herr Cater