Archiv für den Monat: Juli 2020

Die positiv verhaltene Grundenergie verschafft uns die notwendige Zeit

Keiner da!? Wo bleiben die denn heute? Normalerweise bin ich doch der Letzte, der zum Unterricht kommt. Ausgerechnet jetzt, wo ich doch so gespannt bin, wie ich das bisher Gelernte in der Praxis umsetzen kann …möööhhhh… Sogar nachgelesen hab` ich, was dieses Jahr auf dem Lehrplan stand. Schließlich will ich mir hier bei meinen Wolkenlehrern keine Blöße geben. Von wegen, ein Kater ist unbelehrbar! Nicht mit mir… grrrr… Wenn das noch lange dauert zieh` ich meiner Wege … Unverschämtheit… wer glauben die eigentlich wer ich bin? Und da soll man nicht die Lust verlieren… jetzt wird` ich aber gleich sauer… ???!… ne, oder? Die werden doch nicht…?! EINE FALLE!!!

Meine Logik sagt mir, Essig hat im Eiersalat nix verloren! Also runter mit den Emotionen und aufhören den Eiersalat mit zu viel emotionaler Säure aus seinem schmackhaften Gleichgewicht zu bringen. Meinen Wolkenlehrern werde ich es zeigen. Den Resilienz Knopf hab` ich schon mal gedrückt… patsch… Schließlich lerne ich mittlerweile gerne und wenn ich jetzt davonlaufe, nur weil mich die Situation nervt und wütend macht, werde ich nie erfahren, wohin mich mein Lernen noch gebracht hätte. Meine Logik sagt, zum Aufgeben bin ich einfach zu neugierig. Warum also in der Abwesenheit meiner Lehrer nicht mal versuchen, auf eigene Faust was umzusetzen?! Schließlich weiß ich aus Erfahrung, dass wenn ich in einem scheinbar unbeobachteten Moment, Mist baue, wie von Zauberhand irgendeiner aus meiner großen Wolkenfamilie hinter mir steht und mir die Leviten liest. Früher war ich darüber fassungslos… grrr… Heute, mit meiner neu gelernten Logik, finde ich es genial… jau… Es bedeutet nämlich, dass solange keiner kommt, ich darauf vertrauen kann, alles richtig zu machen. Mal sehen …mmhhh…

Laut Ur-Ur-Oma braucht es ja diese positiv verhaltene Grundenergie, gerade wenn man im August optimale Lösungen finden will. Die dürfte ich nach meinem Geschwätz von eben, durchaus erreicht haben. Besonders weil ich durch das Umschalten von Emotion auf Logik erkannt habe, dass auch wenn kein Lehrer zur Verfügung steht, es mich nicht davon abhalten kann zu lernen. Irgendwie erinnert mich das Ganze an das Henne – Ei Problem, das ja in früheren Unterrichtsstunden als Symbol für die zeitgleiche Existenz unterschiedlicher Situationen stand. In der heutigen Unterrichtsstunde existiert „Kein Lehrer da“, genau zeitgleich wie die Möglichkeit „Lernen zu können“. Wenn ich mir die Laune nicht vermiesen lasse, was mit der logischen Betrachtung der Situation super klappt, dann funktioniert auch die Taktik, vom Ei zum Hühnerbaron echt gut. Frag´ ich mich nämlich wohin mich mein genervt sein über den fehlenden Lehrer führt, merke ich schnell, dass ich nicht nur heute, sondern wohl auch in Zukunft nicht mehr lernen will. Gut, dumm sterben kann ich auf meiner Wolke nicht mehr, aber die Zeit in der ich meine Neugierde nicht befriedigt kriege, ist dummerweise dadurch auch extrem länger. Saublöd, wenn man wie ich mit der Geduld auf Kriegsfuß steht.

Betrachte ich den Weg auch ohne Lehrer etwas zu lernen, stelle ich recht schnell fest, dass es auch andere Möglichkeiten gibt, im Lernen eine Art Korrektur zu finden. Die positiv verhaltene Grundenergie, gibt mir genug Auftrieb, mich an frühere Erfahrungen zu erinnern, die mir die Sicherheit geben, dass auch wenn ich es meine, ich nie alleine bin. Deshalb kann ich heute auch selbstbewusst behaupten, dass ich Euch keinen Mist erzähle. Warum? Ganz einfach. Es ist immer noch kein ermahnender Wolkenlehrer hier! Apropos Wolkenlehrer. Meine Erfahrung sagt mir auch, dass die immer interessante Beispiele aus dem Leben geben, um Gelerntes zu untermauern. Das will ich jetzt auch mal versuchen.

Nehmen wir doch die Mund- und Nasenschutz Pflicht mit den Abstandsregeln. Emotional betrachtet ist das nervig und der größte Scheiß. Die Menschen fühlen sich eingeschränkt und gegängelt. Schaltet man auf Resilienz und damit die Logik, lauten die Fakten: beides schützt vor dem Übertragen der Covid-19 Viren und reduziert so die Ansteckungsgefahr, was eine super gute Sache ist. Wählt man jetzt in seiner Wahrnehmung die Logik, kommt die positiv verhaltene Grundenergie zum Tragen. Sie verhilft einem dazu, in Ruhe über das Für und Wider der Abstandsregeln und des Mund- und Nasenschutzes, nachzudenken. Das nennen wir hier das Henne – Ei Problem, die Zeitgleichheit von Situationen. So kann etwas, das gut ist, durchaus auch einengend sein. Allerdings stellt man bei näherer Betrachtung fest, dass diese Vorschriften auch dazu dienen, dass vielen Menschen nebenbei die ein oder andere Grippe oder der ein oder andere Schnupfen erspart geblieben ist.

An dieser Stelle hat die emotionale Wahrnehmung längst beschlossen, sich darauf zu konzentrieren, aufzuzählen was im Zusammenhang mit den Vorschriften noch alles so nervt, wie z.B. der erschwerte Urlaub, die fehlenden Feiern oder die ausgefallenen Konzerte. Da Emotionen aber keine allgemeingültigen Fakten sind, versucht man sie durch das Pochen auf die Rechtslage zu untermauern: „Das ist mein gutes Recht!“. Die logische Wahrnehmung dagegen, die sich von Grund auf an Fakten orientiert und deshalb keine extra Untermauerung braucht, verweist auf die Technik „vom Ei zum Hühnerbaron“ um zu verdeutlichen wohin die möglichen Wege führen, die zur Verfügung stehen. Nichteinhaltung der einengenden Vorschriften, bringt eine sehr hohe Zahl von Infizierten und Toten. Darunter könnte z.B. der eigene Partner, das eigene Kind, die eigenen Großeltern oder die eigenen Freunde sein. Der nächste Lockdown wäre sicher, mit verheerenden Folgen für die Wirtschaft und den eigenen Lebensunterhalt. Die Beschränkungen, die solch eine Situation mit sich bringt, stehen in keinem Verhältnis zu den Beschränkungen, die das Tragen von Mund- und Nasenschutz und das Einhalten der Abstandsregeln verursachen. Dann schon lieber die hinzugewonnen Stoff Flächen für Werbung oder Kunst und die ganze Situation als Quell neuer innovativer Ideen nutzen.

Ha… immer noch keiner meiner Lehrer da! Wisst Ihr was das Beste am Lernen ist? Wenn man die ersten Erfolgserlebnisse hat, ist das Gefühl stolz auf sich zu sein, besser als jedes Schleckerlie… „Ich hoffe du beehrst und trotzdem noch zum Mittagessen, Herr Cater.“ … logisch Ur-Oma. Bin schon da… saussss…

In diesem Sinne,

Euer Herr Cater

Die Funktion seiner Werkzeuge zu kennen schafft die stabile Basis Wissen erfolgreich umzusetzen

Laut den Prophezeiungen von Ur-Ur-Oma, beginnt im August eine Zeit, die auch das nächste halbe Jahr für alles, was mit Arbeit, Beruf und Umwelt zu tun hat, ausschlaggebend ist. Der August ist ein guter Monat für alle beruflichen Veränderungen. Wer jetzt handelt, hat gute Möglichkeiten seine Vorhaben zum Erfolg zu bringen. Wichtig dabei ist, dass diese Vorhaben gut durchdacht und auf lange Sicht angelegt sind. Die vorhandene Grundenergie ist positiv verhalten, was genug Zeit gibt, über bisher Gelerntes nachzudenken. Keinesfalls sollte man sich von kleinen wie großen Nachrichten, auf dem Weg seiner Veränderungen, verunsichern lassen. Die Kunst liegt im August darin, sich diese, für das was man erreichen will, zunutze zu machen und optimale Lösungen zu finden.

Deshalb ist es wichtig, die eigene Unzufriedenheit hintenan zu stellen und das bis jetzt Gelernte umzusetzen. Diejenigen, die immer noch nicht verstanden haben, weshalb es gerade jetzt wichtig ist, trotz Reisefreiheit und Lockerungen, in kleinen Schritten voranzugehen, werden bis Ende des Jahres dazu beitragen, mögliche Erfolge zunichtemachen. Ab jetzt entscheidet sich durch das Verhalten der Gemeinschaft, ob das nächste halbe Jahr für die einzelnen Länder und Firmen zum Erfolg wird, oder die gesetzten Ziele ein Wunschtraum bleiben. Wer optimale Lösungen sucht, sollte schnell von der Gier lassen und nach dem Motto „Weniger ist mehr“, bzw. „langsamer ist oft schneller“ handeln.

… na super. In meinen Ohren klingt das nach „Wenn nix schief geht, wird alles gut“. Und wie zum Kuckuck soll man sich eine „positiv verhaltene“ Grundenergie zu Nutze machen, wenn man nicht einmal weiß was genau das ist? Wenn Ihr mich fragt, klingt der August nach einem freundlich wirkenden alten Herrn, der dir, kaum dass du an ihm vorbei gehst, fies von hinten, mit seinem Stock, ein Bein stellt… mööhhh…

„Na, na Herr Cater. Wer wird denn gleich wieder so emotional, nur weil er nicht gleich alles versteht.“ … du hast leicht reden, Ur-Oma. Bei all dem, was ihr mir hier alles erklärt, hab` ich langsam das Gefühl, dass ich den Eiersalat im Kopf und nicht im Bauch habe… „Dann wird es Zeit, dass wir, wie es Ur-Ur-Oma vorschlägt, über das was du bis jetzt gelernt hast, gemeinsam nachdenken und Ordnung in deinem Hirn schaffen.“ … danke. Kann ich, bis der Eiersalat aus meinem Kopf verschwindet, ein kleines Stück vom Erdbeerkuchen haben? … biiitteee… „Ja.“ … danke… schmatz… „Und? Hast du jetzt verstanden was eine „positiv verhaltene“ Grundenergie ist und wie du sie dir zu Nutze machen kannst?“ … schluck…???… wie jetzt? … „Positiv verhalten meint, dass sich gute Möglichkeiten auftun aber es noch ein wenig Zeit braucht, bis sie sich realisieren lassen.“ … ach so. Du sagst mir, dass du mir hilfst, den Eiersalat aus meinem Kopf verschwinden zu lassen – die gute Möglichkeit. Bis dahin braucht es aber noch einige Erklärungen, weshalb sich die Befreiung meines Hirns noch ein wenig hinauszögert – bis nach der Lehrstunde. Somit mache ich mir die Zeit zu Nutze, indem ich zum einen lerne und zum anderen, deine gute Laune und meine freie Bauchkapazität dafür nutze, mir ein Stück Erdbeerkuchen einzuverleiben… schmatz…

„Sehr gut. Dann können wir ja jetzt anfangen Ordnung in deinem Hirn zu schaffen. Was hast du denn seit Januar gelernt?“ … zum Thema Eiersalat fällt mir ein, dass unser Herr Pfarrer einmal gesagt hat, dass wir schon längst in einem Paradies leben könnten, wenn wir, zwischen dem was wir erreichen können und dem was wir wirklich brauchen, besser unterscheiden würden. Das war die Sache mit der Entwicklung, die nur dann in eine gute Richtung führen kann, wenn ich mein Wissen und meine Werte im Gleichgewicht halte. Um zu erkennen, von welcher Basis aus ich anfange mich zu entwickeln, habt ihr mir das Henne – Ei Problem erklärt. Das hilft mir zu verstehen, wie ich mein Leben mit den großen Zusammenhängen in Verbindung bringen kann, um zu erkennen was gute oder schlechte Ziele für mich sind und wie sie sich auf mein Umfeld auswirken. Wichtig war hierfür auch das vom Ei zum Hühnerbaron Prinzip. Damit habt ihr mir gelernt, wie ich überprüfen kann wohin mich mein Handeln führt. Es gibt mir auch eine gute Möglichkeit eventuelle Wissenslücken zu füllen. Die Gretchenfrage zu stellen, hilft mir im Leben eine gute Entscheidung zu treffen. Da es für Entscheidungen aber immer am besten ist, wenn keine Emotionen im Spiel sind, habt ihr mir in den letzten Wochen die Sache mit der Resilienz gelernt. Sie erweitert meine Wahrnehmung und hilft mir, wenn notwendig, von Emotion auf Logik umzuschalten…

„Ehrlich, ich bin beeindruckt. Was macht dein Kopf?“… mmhhh… fühlt sich grad irgendwie leer an. Warum? Hab` ich was vergessen?… „Nein, war alles dabei, was dir als Handwerkszeug für deinen Weg in ein gutes Leben dienlich sein kann. Ich hab` nur gefragt, weil ein sich leer anfühlender Kopf, aufgeräumt ist.“ … schleck… na, das war wieder einmal eine Punktlandung. Lehrstunde vorbei, der Kopf leer und der Bauch voll mit Erdbeerkuchen … rülps … ich muss schon sagen, die positiv verhaltene Grundenergie, ist mir äußerst sympathisch… schnurr …

„Dann wollen wir hoffen, dass du dir diese Einstellung auch über die nächsten Lehrstunden hinaus erhalten kannst.“ … wieso? … „Ab dem nächsten Mal, wirst du lernen, wie du das bis jetzt Gelernte mit Hilfe deines Handwerkzeuges auch umsetzen kannst. Dabei kippt bei dir erfahrungsgemäß immer wieder auch die Stimmung, wenn das nicht auf Anhieb klappt.“ … das ist jetzt eine Falle Ur-Oma, gib`s zu. Du willst nur hören, dass ich, seit ich die Sache mit der Resilienz begriffen habe, auch meine Lerntiefs besser überwinden kann… „Der Herr Cater, immer wieder für eine Überraschung gut.“ … Ur-Oma muss ja nicht wissen, dass Frauchen mir ab und an souffliert, wenn ich nicht weiterweiß. Und weil Hilfestellung niemandem schaden kann, gebe ich Euch einen ihrer Ratschläge jetzt weiter. Wer von Euch auf der Hanwerkszeugliste (Eiersalat, Henne – Ei Problem, Ei zum Hühnerbaron Prinzip, Gretchenfrage oder Resilienz) noch ein paar Wissenslücken zu füllen hat, sollte die Zeit bis zu unserer Lehrstunde nutzen und hier im Blog – Archiv, ab Januar 2020, noch einmal nachlesen…

In diesem Sinne,

Euer Herr Cater

Resilienz vergrößert die Wahrnehmung und gibt Sicherheit

Ur-Opa kann ja manchmal ganz schön fies sein. Von wegen, meinen Willen testen – die Belohnung fürs letzte Lernen gibt es erst heute… pfhhh… nicht mit mir! Allerdings frage ich mich schon, warum Großtantchen bei meinem letzten Besuch, nach dem Belohnungsdebakel von letzter Woche, so herzhaft gelacht hat. Auch Frauchen hatte so ein hinterlistiges Grinsen im Gesicht. Langsam glaube ich, die machen sich lustig über mich… mööhhh…

„Mal abgesehen davon, dass ich das mit dem „Fies“ gehört habe, fanden die beiden es nur urkomisch, dass du deinen Willenstest bestanden hast, ohne es zu merken.“ … tschuldige Ur-Opa, war nicht so gemeint – kennst mich ja. Aber wie meinst du das mit bestanden und nicht gemerkt? … „Ganz einfach. Du hast die fehlende Belohnung von mir, für dein Lernen, kurzerhand auf dem Weg zu deiner Wolke, bei Großtantchen und ihrem Kuchen, selbst ersetzt und bist heute wieder da.“ … so bin ich eben. Aber inwiefern habe ich damit den Test bestanden? … „Hier, da ist ein Schleckerlie für dich.“ … als Belohnung für mein Bestehen? … „Nein, damit du dich bewegst und nicht länger auf der Leitung stehst.“ … knurps… knurps … da bin ich jetzt aber gespannt…

„Nehmen wir einmal an, du wärest ein Pessimist. Dann hätte dich die fehlende Belohnung für dein Lernen deprimiert. Auf dem Weg zu deiner Wolke hättest du dich mit deinen negativen Emotionen beschäftigt. Ärger, Wut und Enttäuschung hätten sich bei dir breit gemacht. Sie hätten dich in deiner früheren Sichtweise über das Lernen bestätigt – lernen bringt nichts. Du hättest auf deiner Wolke geschmollt und dir geschworen, dass der Unterricht dich nie wiedersieht. Irgendwann wäre dir dann der Gedanke gekommen, dass du mit dieser Einstellung nicht weißt, wie ich auf dein „lernen ist doof“, reagieren würde. Ob der Ur-Opa jetzt so böse auf dich ist, dass es keine gemeinsame Brotzeit mehr gibt? Wie sieht wohl die nächste Begegnung mit mir aus? Wird mit dir geschimpft? Ja, Angst ist in der Lage die Zukunft in tief schwarzen Farben zu malen. Ergebnis: Ich hätte dir heute gesagt, dass du den Test nicht bestanden hast.

Als Optimist hättest du dir vielleicht, nach dem ersten Wutanfall, gedacht: kann schon mal passieren. Bestimmt hält der Ur-Opa sein Wort und gibt dir die Belohnung beim nächsten Mal. Die Enttäuschung über die entgangene Brotzeit, hättest du im Zaum gehalten, indem du dir eingeredet hättest, dass du so ein paar Kalorien sparst und damit etwas für deine nicht ganz so schlanke Linie tust. Dein im Laufe der Woche immer wieder hochkommende Ärger, hätte dich dazu angeregt, die unterschiedlichsten Erklärungen für das Fehlen der Belohnung zu finden. Nein, Ur-Opa trifft keine Schuld – abhaken unter dumm gelaufen. Du klammerst dich an die Hoffnung, dass es beim nächsten Mal klappt. Zumindest versuchst du es die ganze Woche lang, auch wenn es ab und zu schwerfällt, denn zum nächsten Unterricht willst du wieder gehen. Ergebnis: Ich hätte dir heute gesagt, dass du den Test gerade noch so bestanden hast. Just in dem Moment, in dem du dich gefreut hättest, hätte ich dir dann gesagt, dass wir den Test noch einmal wiederholen. Trotz Bestehen keine Belohnung und wieder ab auf deine Wolke.

… aber warum das? Ich hätte als Optimist den Test doch gerade so bestanden!? Kapier ich nicht… „Das „Gerade so“, hat einen Haken. Wiederholt man den Test mehrere Male, zeigt sich, wie lange du in der Lage bist deinen Optimismus aufrecht zu erhalten. Denn deine Belohnung rückt damit in weite Ferne. Irgendwann wird sich so zeigen, ob du letztendlich doch dein Ziel, mangels Belohnung, zu Lernen, aufgibst und zum Pessimisten wirst oder vom Optimisten auf Resilienz umschaltest.“ … wie soll ich das jetzt wieder verstehen?… „Ur-Oma würde es dir so erklären: Der Optimist hält sich an den alten Spruch, „Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht“. Die Resilienz geht munter weiter – wenn es sein muss auch mit einem Eimer.“

… langsam fange ich an zu verstehen. Meinen Ärger und meine Wut über die entgangene Brotzeit, habe ich genutzt, um über andere Möglichkeiten an eine Belohnung zu kommen, nachzudenken. Dabei ist mir Großtantchens Kuchen eingefallen. Mir ist auch nicht entgangen, dass du mich zwar auf meine Wolke geschickt hast, aber mir auf dem Weg dorthin nicht verboten hast bei ihr vorbei zu schauen. Dadurch hat sich meine Enttäuschung über das Ende der letzten Unterrichtsstunde minimiert, denn ein Stück Kuchen schmeckt mir ebenso wie eine deftige Brotzeit. Also kein großes Ding, der nächste Unterricht kann kommen. … schleck … bekomme ich für diese Erkenntnis jetzt noch ein Schlecherlie von dir? … „Nein und zu Großtantchen darfst du heute auch nicht.“ … ne, Ur-Opa. Mich führst du nicht aufs Eis! Wenn das so ist, geh ich heute zu Oma, die hat immer ein Schälchen Milch für mich. Aber eine Frage hab` ich noch. Wenn ich doch Resilienz technisch alles richtig gemacht habe, warum hatte ich dann so ein mulmiges Gefühl, dass Großtantchen und Frauchen über mich lachen? In Wahrheit haben sich ja beide gefreut, dass ich mit meinem Handeln den Test von dir bestanden habe… „Das liegt daran, Herr Cater, weil du die Resilienz aus dem Bauch heraus angewendet hast. Das Bauchgefühl ist geprägt von Emotionen und das macht unsicher, denn Emotionen können leicht vom Positiven ins Negative kippen. Wendest du die Resilienz bewusst an, folgst du der Logik. Sie folgt den Fakten und gibt dir dadurch Sicherheit, denn ein Fakt ist und bleibt ein Fakt. Mit der Sicherheit verschwindet auch das mulmige Gefühl, denn die Logik besagt, dass es vollkommen egal ist, mit welcher Intension jemand über dein Handeln lacht. Wichtig ist einzig und alleine, dass du durch dein Handeln, dein Ziel nicht aus den Augen verlierst. Am Ende, wenn du dein Ziel erreicht hast, bist dann du derjenige, der aus vollem Herzen lacht.“ … genial. Wer mein Lachen dann für ein hämischen Lachen hält, statt eines vor Freude, dem empfehle ich dann deinen Unterricht in Sachen Resilienz Ur-Opa…

„Na dann komm. Laß uns Brotzeit machen, du Schlaumeier.“ … jauu… bin dabei…

In diesem Sinne,

Euer Herr Cater