Archiv für den Tag: 28. Mai 2020

Am Ursprung des Problems ist die Lösung am einfachsten

Seit dem Auftauchen des Corona Virus und dem Tag an dem das Wissen um das Paradox in mein Wolkenleben getreten ist, mach ich mir ernsthaft Gedanken um die zukünftige Existenz der Verschwörungstheoretiker. Warum? Seit ewigen Zeiten „behüten“ sie nun schon die Theorie eines Übernahmeversuchs der Weltherrschaft. „Beschützt“ wird das Ganze, indem sich die beteiligten Protagonisten mit der Zeit immer wieder ändern, was aber auch nicht so verwunderlich ist, denn ein Mensch lebt ja in der Praxis, im Gegensatz zur Theorie, nicht ewig.  In Corona Zeiten verschärft sich jetzt die Lage, denn das Virus führt die Verschwörungstheoretiker geradewegs in ein Paradox. Da wird`s gefährlich für die Verschwörung. Warum? Ganz einfach. Während die Verschwörungstheoretiker opulente, verzwickte und schwer durchschaubare Strategien in möglichst einfach zu verbreitende Gedanken zu verpacken versuchen, zeigt ihnen das Corona Virus, wie banal so eine Übernahme der Welt doch sein kann.

Klein, unscheinbar und für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar, fristet das Corona Virus seit ewig langer Zeit, sein Leben unter vielen anderen Viren. Über dieses Virus weiß man so wenig, dass es nicht auszuschließen ist, dass sich sein Leben durch die Einflüsse der Verschwörungstheoretiker und der TV-Werbung verändert hat. Wie? Durch das Paradox. Dieses ist ja bekannt dafür, dass es Gehörtes oder Gesehenes in unserer Wahrnehmung in eine gänzlich andere Richtung lenkt. Dabei macht es selbst vor Extremisten nicht halt, wie wir das letzte Mal gelernt haben. Mit Parolen losmarschiert, unterwegs das Paradox getroffen … zack … schon laufen sie für Tier- und Umweltschutz. Was also, wenn es dem Corona Virus ähnlich ergangen ist? Weltherrschaft, verbunden mit dem Werbeslogan „dafür stehe ich mit meinem Namen“. Vielleicht ist da dem Virus der Knopf aufgegangen. „Corona“, die, die Weltherrschaft repräsentierende Krone hat es doch schon in seinem Namen… zack … Ende der Theorie, die Welt praktisch von Corona übernommen, den Verschwörungstheoretikern und Beschränkungsgegnern sei Dank…

„Interessant dein Märchen, Herr Cater.“ … danke Ur-Oma. Kann ich ein Stück Kuchen haben? … „Wenn du mir jetzt noch erklären kannst welche Lehre deine Leser aus deiner Geschichte ziehen sollten, gerne.“ … wie? Lehre ziehen? … „Eine Lehre ziehen, bedeutet einen Nutzen für sich zu haben oder anders ausgedrückt, worüber sollten sich deine Leser durch die Geschichte klar werden?“ … mmhhh… wenn ich es mir so überlege, dann zeigt die Geschichte die zwei Sichtweisen, die der Mensch auf seine Handlungsfähigkeit hat. Bei den Theorien, wie genau die Weltherrschaft übernommen werden kann, der Verschwörungstheoretiker, handeln Menschen, die Macht und viele Verbindungen haben, über einen langen Zeitraum im Verborgenen. Das Corona Virus ist klein und unscheinbar, doch es zeigt uns, dass ein einziger Sprung auf ein Tier, die ganze Welt, in kürzester Zeit, zum Stillstand bringen kann. So gesehen, braucht es nicht zwingend Macht und gute Verbindungen, um die Welt in eine gute Welt zu verändern. Der Einzelne ist durchaus in der Lage, allein durch eine andere Sicht- und Handlungsweise, viel zu einer Richtungsänderung beizutragen… „Und wie kann er das tun?“

… indem er auf die zunächst unscheinbaren und scheinbar nicht die Krise betreffenden Informationen achtet. Die beinhalten nämlich oft die Lösung für einen besseren und schnelleren Weg, als das, was wir im Allgemeinen für richtig und wichtig halten… „Gut. Wie überträgt man das in die jetzige Krisenlage?“ … mmmhhh… mit dem Paradox „den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“. Es beschreibt, wie ich finde, die jetzige Situation ganz gut. Die Verschwörungstheoretiker wollen eine Weltherrschaft verhindern, die Wissenschaft sucht nach einem Impfstoff und Medikamenten gegen das Corona Virus, immer mehr Menschen fordern den Erhalt ihrer Grundrechte und die Politik versucht mit neuen Gesetzen, das Fleisch teurer zu machen und die Kontrolle in Schlachthöfen zu verbessern. Der gefühlte Rest, will endlich wieder normal arbeiten oder in den Urlaub und damit in ein Leben vor Corona zurück. Schaut man sich diese „Bäume“ im einzelnen genauer an, stellt sich heraus: Ob es der „Baum“ Angst und Schrecken, die Suche nach einer Waffe gegen den Virus, die Forderung nach Recht, neue Gesetze und Preise oder der Wunsch nach der alten Normalität ist. Kein „Baum“ allein, löst das Problem des geschädigten „Waldes“. Jedes Problem trägt seine Lösung in sich, hat Ur-Opa einmal zu mir gesagt. Sie ist quasi das Gegenstück dazu. Jede gefundene Lösung schafft aber auch ein weiteres Problem. Die Kunst, dauerhaft einen guten Weg zu gehen, liegt darin, das Gleichgewicht zwischen Problem und Lösung zu halten. Dafür steht das Paradox „weniger ist mehr“. Interessanter weise, lässt es sich, je weniger Bäume es gibt, um so leichter erkennen, dass der Wald ein Problem hat – ich liebe das Paradox!… „Herr Cater!“

… ja doch, Ur-Oma, zurück zur Krise. Ihre Ursache liegt im Sprung des Corona Virus vom Tier, aus schlechter Haltung, auf den Menschen. Damit liegt die Lösung des Problems, laut Paradox, auf der Hand. Indem der Mensch dafür sorgt, dass Tiere ein gutes Leben haben, minimiert sich die Gefahr, dass erneut ein Virus vom Tier auf den Menschen überspringt. Ein gutes Leben haben Tiere, in einer intakten Umwelt, ohne Massentierhaltung und unwürdige Tiertransporte. Tja, eine intakte Umwelt kommt auch dem Menschen an sich zugute und das Problem der Großschlachthöfe und ihrer dunklen Machenschaften hätte sich auch gelöst – es braucht sie nicht mehr, ebenso wie die unsinnigen Tiertransporte. Die Lösung liegt darin, Tiere zu schätzen, sowie die Bauern und kleinen Schlachtereien zu unterstützen – auch wenn es ein bisschen mehr kostet. Super – die optimale Lösung gefunden – denkste. Warum? Paradoxer weise wegen dem Paradox. Es stellt sich nämlich an dieser Stelle die Frage: Warum fällt es so schwer, eine einfache und nachhaltige Lösung umzusetzen? Kannst du mir das erklären Ur-Oma?…

„Da fragst du am besten Ur-Opa, wenn er wieder da ist. Jetzt hast du dir erst mal dein Stück Kuchen verdient, du Musterschüler.“ … danke ….schmatz… schleck…

In diesem Sinne,

Euer Herr Cater