Archiv für den Monat: April 2019

Angriffe auf Helfer in Not

Neulich war ein netter Sanitäter vom BRK hilfesuchend bei uns zu Hause in der Villa Geisterbund. Hilfe für Menschen in Notlagen kostet Geld. Deshalb hat er um Mitglieder fürs BRK geworben. Doch das was er uns dann erzählt hat war der Hammer. Sanitäter sollen in Zukunft eine Zusatzausbildung machen, damit sie sich gegen die Angriffe, denen sie während ihrer Einsätze ausgesetzt sind wehren DÜRFEN…????!!!!!…

„Himmelherrgottsakrament!“ …Auweia…Ur-Opa hat einen Tobsuchtsanfall auf seiner Wolke…Da kann nur Groß-Tantchen helfen – die war Krankenschwester…

„Ja, einen ehemaligen Zugführer bei der Feuerwehr nimmt sowas schon sehr mit. Schließlich war er immer im Einsatz um anderen aus Notsituationen zu helfen. Verständlich, dass er sich über die heutigen Zustände mit denen die Retter zu kämpfen haben, immer wieder aufregt. Mir geht es als Krankenschwester auch so, wenn auch nicht ganz so wortstark wie deinem Ur-Opa. Damals zu Kriegszeiten wäre ein so unvernünftig scheinendes Verhalten der Menschen undenkbar gewesen.“

…Was war denn damals anders? Und vor allem warum ist es denn heute so wie es ist? Es muss doch eine logische Erklärung dafür geben, Groß-Tantchen?… „Die gibt es auch mein Lieber. Leider liegt die Ursache dafür in einem Lebensbereich den keiner vermuten würde.“ …Na da bin ich gespannt…

Was früher anders war

Hilfe in Not verbindet der Mensch in seinem Ursprung mit Familie. Die Eltern sind diejenigen auf die ein Neugeborenes im Leben zählt. Egal ob Notsituationen im Alltag oder gesundheitlicher Natur, immer sind es die Eltern von denen man sich beschützt und gut umsorgt fühlt. Je älter man wird umso weiter zieht man diesen beschützenden Kreis, indem man den engsten Familienkreis, die Freunde oder auch Nachbarn mit einbezieht. Das Umfeld in dem man früher groß geworden ist, war auch immer ein Teil der eigenen Familie. Man wuchs auf mit dem Gefühl, dass was auch passiert, immer jemand da ist um zu helfen – egal wer.

Heute ist vieles anders

In der heutigen Zeit geht der Familiensinn immer mehr verloren. Anstelle der Familie, die jedes einzelne Mitglied im Sinn hat, rückt immer mehr der Staat und seine Gesetze in die Beschützerrolle. Das Individuum verschwindet hinter der Allgemeinheit. Der Schutz Aller geht oft auf Kosten des Einzelnen.

Wer sich selbst nicht mehr als der was und wer er ist wahrgenommen fühlt und immer für andere zurückstecken soll, entwickelt nach und nach ein Gefühl der Wertlosigkeit – immer die anderen, aber was ist mit mir? Der natürliche Nährboden für Neid und Missgunst ist geschaffen.

Hilfe basiert auf dem Belohnungsprinzip

Während früher der Spruch „Wer hilft, der wird belohnt.“ zum Alltag gehörte, gilt in heutiger Zeit eher der Spruch „Wer hilft ist am Ende der Dumme.“

In früherer Zeit wurde Helfern in Not ihre Belohnung für die gute Tat in Form von Dankbarkeit, Anerkennung und Wertschätzung ihrer Person entgegengebracht. Auch wenn es für besondere Verdienste ab und an auch schon mal einen Orden gab, legte man den größeren Wert auf den respektvollen Umgang mit den Helfern auch wenn gerade mal niemand in Not war. Ein Gruß oder ein Lächeln war es noch wert den Einsatz, oftmals des eigenen Lebens, zu belohnen.

Doch mit der Zeit hat sich unser Belohnungssystem zu einem Geldsystem entwickelt. Werte müssen sich in barer Münze auszahlen und werden auch in dieser berechnet. Folge daraus: Hilfe ist ein Kostenfaktor und diesen gilt es stetig zu senken. Da müssen die Krankenwägen eben auch länger „halten“ und mehr Freiwillige braucht es auch. Statt Belohnung begegnet man den Helfern mit strikter Abwertung. Vernünftiges Arbeitsmaterial – geht auch billiger. Anerkennung der erbrachten Leistung – Was willst du? Du machst das doch freiwillig. Die Folge daraus ist eine Frage, die sich so manch einer stellt: „Warum soll ich anderen helfen, wenn ich nichts davon habe?“

Doch diese Frage stellen sich nicht nur die freiwilligen Helfer. Zu einem Einsatzort kommen auch die unfreiwilligen Helfer. Das sind z.B. jene Auto- oder LKW-Fahrer, denen das Rettungsfahrzeug den Weg versperrt. „Was ist passiert? Wie lange dauert das denn noch?“ Keinen an der Einsatzstelle kümmern diese Fragen und selbst wenn, hilft keiner bei den Folgen. „Wenn ich nicht pünktlich zur Abladestelle komme muss ich wieder im LKW schlafen und kann nicht nach Hause zu meinen Kindern fahren! Wenn das hier noch länger dauert, komme ich zu spät zur Arbeit – das gibt dann meine dritte Abmahnung vom Chef! Ich schaff es nicht mehr rechtzeitig zum Flughafen – adieu du schwer verdienter Urlaub. Apropos, wer kommt für den finanziellen Schaden auf?“ Nein, Hilfe an der Einsatzstelle in Form von Geduld und Mitgefühl zahlt sich nicht aus. Im Gegenteil es hat nach eigener Einschätzung nur Nachteile.

Aggression trifft immer den, der erreichbar ist

Statt Belohnung zeigt einem die Situation nur wieder wie wenig jeder Einzelne wertgeschätzt wird. Wieder dreht sich die ganze Aufmerksamkeit um andere, wieder soll man für andere zurückstecken. Es wird von jetzt auf gleich von einem Mitgefühl und Respekt für die Situation erwartet, aber für die daraus entstehenden Folgen muss man alleine geradestehen – da hilft dir niemand!

Der Staat macht die Gesetze, die zu unserem aller wohl gedacht sind. Nach diesen richtet sich der, über mein zu spät kommen wütende Chef in Form der dritten Abmahnung. Danach richtet sich der Betrieb mit seinen Arbeitszeiten, der schon geschlossen hat, bis ich mit meinem LKW zum Abladen komme und auch die Fluggesellschaft, mit der ich jetzt nicht mehr in Urlaub fliegen kann, ist Dank Gesetz fein raus. Sie hat kein Verschulden an meiner Verspätung und zahlt mir mein Geld nicht zurück.

Wer sich über längere Zeit alleine, zurückgesetzt, abgewertet und im Stich gelassen fühlt entwickelt Aggressionen. Da reicht manchmal ein kleiner unscheinbarer Anlass um diese Form der Energie zur Explosion zu bringen. Davon getroffen werden anstelle der Politik, der die eigentliche Wut gilt, z.B. die Helfer in Not, die am wenigsten dafürkönnen – schließlich geht es ihnen ähnlich.

Statt ihre Lösungen im Umgang mit der jeweiligen Situation individuell gestalten zu können, werden auch sie von den gut gemeinten und beschützenden Gesetzen ausgebremst. Tja, nur weil man helfen will sollte man nicht vergessen wie leicht man zum Gesetzesbrecher werden kann. Wo früher eine schallende Ohrfeige unpassende Hysterie in null Komma nichts wieder in geordnete Bahnen gelenkt hat, macht man sich heute der Körperverletzung schuldig. Ja auch Helfen ist heutzutage im Großen und Ganzen gesetzlich genau geregelt und erwartet ein dickes Helferfell.

…Da bin ich nur froh, dass man den Sanitätern jetzt durch die Zusatzausbildung die Möglichkeit geben will sich legal gegen Angriffe zur Wehr zu setzen. Immerhin gewinnen sie damit ein bisschen mehr Zeit für ihren Einsatz am in Not geratenen Menschen, denn das Warten auf die Polizei können sie sich dann sparen. Die wiederum wird es freuen, denn sie dürfen laut Gesetz ja auch nicht so individuell eingreifen wie es die Situation erfordern würde.

Was ist nur aus dem geworden was wir doch alle in unseren Herzen wollen – Familie? In der Politik streitet man sich darum ob und unter welchen Bedingungen man überhaupt noch als „Eltern“ zusammenbleiben will und was wird dann aus uns „Kindern“? Wir dürfen gespannt darauf sein, was wir demnächst noch dürfen und vor allem wie. Na super! Was hättet ihr früher in solch einer Situation gemacht Groß-Tantchen? „Das beherzigen was immer schon der beste Weg war.“ …???… „Sind Eltern mit der Familiensituation überfordert, sollten alle Geschwister trotz aller widrigen Umstände zusammenhalten und sich mit ihren individuellen Möglichkeiten gegenseitig unterstützen und helfen. Manchmal genügen schon kleine Gesten wie z.B. „Ok, das kommt jetzt ungelegen, aber wir finden gemeinsam eine Lösung.“  Chef anrufen, Abladestelle bitten ein bisschen länger zu warten oder einen Flug umbuchen – alles scheint einfacher, wenn man nicht alleine ist. Damit funktioniert auch das Belohnungsprinzip wieder und schafft eine entspanntere Situation in der sich die eigentlichen Helfer in Not auf das Helfen konzentrieren können. Tja und so manches Mal hört man dann die Helfer sagen: „Da sollten sich die Eltern aber an ihren Kindern mal ein Beispiel nehmen!“ und das ehrt uns alle und spornt an auch weiterhin zu helfen.“ …Ach Groß-Tantchen wenn ich dich nicht hätte…

In diesem Sinne,

Euer Herr Cater

Frohe Ostern

Heute Morgen wurde ich von knisternden und raschelnden Geräuschen geweckt. Mein siebter Sinn meldete mir einen viel versprechenden Tag. Noch ein bisschen verschlafen…gäähhnn… setzte ich mich, einer Porzellankatze gleich, mitten in den Durchgang zum Esszimmer um heraus zu finden, was Frauchen in aller Herrgottsfrühe so geschäftiges zu tun hatte. Ihr markerschütterndes „Aaahhh…, bist du wahnsinnig mich so zu erschrecken!“, riss mich aus meinen stillen Beobachtungen. Oh man hat die Gute schwache Nerven. Abgesehen davon, dass sie auf ihrem Weg in die Küche beinahe über mich drüber gefallen wäre, schein sie heute eine Porzellankatze von einem Schreckgespenst wieder einmal nicht unterscheiden zu können…pffhhh…

Aber wenigstens kann ich jetzt in Ruhe inspizieren, was sich auf dem Tisch so interessantes tut. Knister…knister…raschel…haatschi…“Bist du…?!“ Schön, wollte Frauchen wohl sagen. Na ja, ein grüner Ostergraskragen gibt meinem weißen Fell schon einen gewissen farblichen Pepp…miau. Wie, das Ostergras gehört in die Körbchen und nicht mein dicker Hintern?! Grrr…Frechheit. Gut, ehrlicher Weise muss ich zugeben, ein wenig eng sind sie für mich schon…knarz…

Wer bist du denn? …stups…plumps…“Mach den Osterhasen nicht kaputt…!“ Schnurr…, der riecht aber gut nach Schokolade…knister…“Jetzt reicht es aber, weg da!“ Pffhhh…dann eben nicht. Patsch…kuller…klatsch…??! Mein fragender Blick folgte dem Ei auf seinem Weg vom Tisch zum Boden. Mauuu…Gott sei Dank – nix passiert, es war ein hart gekochtes. „Aaahh…!“ Nein, kein Schreckensschrei, diesmal kriegte Frauchen die Krise. Warum? Genau das habe ich mich auch gefragt. Aber vielleicht hat sie gedacht ich hätte einen schizophrenen Anfall, als sie mich wie eine Bruthenne auf den Ostereiern im Nest sitzen sah. Mit entschlossenem Griff packte sie mich und entsorgte mich von Nest und Tisch, was mich dem nächsten interessanten Objekt näher brachte. Raschel…knister…miau… Ich hatte die Tüte mit Schleifen entdeckt. Schnurr… gerade wollte ich es mir, gut eingewickelt, zu einem Schläfchen gemütlich machen, als Frauchens „Was zum Kuckuck…!?“, mich vor Schreck aus der Tüte fahren lies. Mein Zick-Zack-Kurs bescherte Tisch- und Stuhlbeinen einen netten österlichen Schleifenschmuck, während ich mich schnellstens außer Frauchens Reichweite in Sicherheit brachte – man weiß es ja nie.

Doch schon nach relativ kurzer Zeit, trieb mich die Neugierde wieder Richtung Esszimmer. Von Frauchen war weit und breit nichts zu sehen und zu hören. Nur mitten auf dem Tisch stand ein Osterkörbchen mit Ostergras, dem verunfallten Ei von vorhin und einem Mini-Schokohasen. Knister… raschel… knarz… schnurrrr…. Was sagt man dazu, ein Osterschlafnest extra für mich – dem Osterhasen sei Dank!

Wir wünschen Euch ein frohes Osterfest!

Euer Herr Cater und Frauchen Schneider Gabriele

Selbstbewusstsein

Warum sind manche Menschen so selbstbewusst? Wie wird man selbstbewusst? So oder ähnlich hat sich sicher jeder schon einmal seine Gedanken über das Selbstbewusstsein gemacht.

Menschen mit einem großen Selbstbewusstsein ordnen wir in unserer Wahrnehmung gerne Begriffe wie erfolgreich, durchsetzungsfähig, selbstsicher, beleidigungsresistent, widerstandsfähig oder auch erhaben über Zweifel, Verluste oder Krankheit zu. Egal was diesen Menschen im Leben widerfährt – sie scheinen stolz auf das zu sein, was sie tun, bzw. auf das was sie erreicht haben. Auch scheinen sie immer genau zu wissen was sie wollen. Wie machen die das nur? Naja, und mir brennt bei dieser Betrachtung die Frage auf der Zunge, ob jeder selbstbewusst werden kann und vor allem wenn ja, was man dafür tun, bzw. können muss!? Gibt es da irgendein Geheimnis von dem ich noch nichts weiß?

„Ja, gibt es mein Lieber.“ …bin ich froh – Ur-Opa du bist es! Ich dachte schon Ur-Oma hört mich wieder denken… „Da hast du Glück gehabt. Die ist vorhin mit deinem Frauchen zum Einkaufen – das kann dauern.“ …Ja und was ist jetzt das Geheimnis des Selbstbewusstseins? Spann mich nicht auf die Folter Ur-Opa!…

Das Wort Selbstbewusstsein erklärt sich aus sich selbst. Selbstbewusstsein ist nichts anderes als „Sich seines Selbst bewusst zu sein“. Anders ausgedrückt: Selbstbewusstsein bezeichnet die Momente bzw. Phasen im Leben, in denen man sich selbst wahrnimmt.

Aus diesem Grund müsste die Frage „Wie wird man selbstbewusst?“ eigentlich lauten: „Wie betrachtet man sich selbst?“

Spiegel und ihre Tücken

Im normalen Leben nutzt man für die Selbstbetrachtung z.B. Spiegel, Wasser oder glänzende Metalle. Je nachdem wie die als Spiegel genutzte Oberfläche beschaffen ist, ergeben sich die interessantesten „Bilder“ von einem selbst. Paradebeispiel dafür ist das Spiegelkabinett, wie man es von den Jahrmärkten kennt. Jeder darin befindliche Spiegel macht aus dem Besucher mal eine Schönheit oder auch die extrem verzerrte Variante eines normalen Menschen.

An dem Satz „Es kommt bei einem Menschen nicht auf das Äußere an – die inneren Werte sind es die einen ausmachen.“ ist etwas Wahres dran. Denn auch wenn die Spiegel im Spiegelkabinett alle unmöglichen und skurrilen Bilder einer Person zeigen, bleibt das Innere der Person davon unberührt. Warum sonst finden wir den Spiegel, der uns als das Monster zeigt so lustig? Auch nur weil das Innerste von uns genau weiß, dass wir keiner Fliege etwas zu leide tun können.

Ein weiterer Aspekt, der Spiegel in dieser Form als ungeeignet zeigt, unser Selbstbewusstsein zu steigern ist die Tatsache, dass es auch sehr viele blinde Menschen gibt, die sehr selbstbewusst sind. Eher unwahrscheinlich, dass diese ihre eigene Wahrnehmung von sich selbst auf einen Spiegel stützen.

Reaktionen und Vergleiche

Auch andere Menschen und unser Umfeld sind Möglichkeiten uns selbst zu betrachten. Anhand der Reaktionen die wir bei anderen auslösen, „sehen“ wir, was von uns die anderen an uns wahrnehmen. Für unser Empfinden positive Reaktionen, lassen wir als gelungen, für unser Empfinden negative Reaktionen lassen wir als misslungen, in die Gestaltung unseres Selbstbildes einfließen.

In der Form von Vergleichen geht es um unseren Stellenwert im Leben. Haben wir mehr oder weniger wie andere? Sind wir in dem was wir tun besser oder schlechter wie andere? Können wir mehr oder weniger wie andere? Je nach Antwort auf diese Fragen erhöhen oder schmälern wir unser Selbstbild.

Genau betrachtet kommen also diese beiden Möglichkeiten sich selbst zu sehen auch nur bedingt in Frage. Wie bei den Spiegeln ist auch hier die Einschätzung wer wir sind zu sehr von Faktoren abhängig, die wir nicht oder nur schwer kontrollieren können. Da geht es uns ähnlich wie den Spinnen. Die einen laufen bei ihrem Anblick kreischend davon, während andere sie super interessant finden und sogar ihr berufliches Leben auf die Erforschung der Geheimnisse ihrer Spezies ausrichten.

Und was macht die Spinne? Die lebt ihr Leben, und ob da jemand kreischt oder forscht ist ihr gelinde gesagt ziemlich wurscht.

…Ja aber Ur-Opa was ist denn jetzt nun das Geheimnis des Selbstbewusstseins?…

Die Kunst Selbstgespräche zu führen

Wer Selbstgespräche führt gilt im Allgemeinen als eher schrullig. „Mit wem redet der?“ „Ist doch keiner da?!“ Doch, es ist jemand da – man selbst!

Indem wir mit anderen sprechen nehmen wir sie, ihre Emotionen, ihre Wünsche und Bedürfnisse wahr. Das gleiche gilt auch, wenn wir mit uns selbst reden. Wer wenn nicht wir selbst kann uns eine ehrlichere Antwort auf unsere Fragen nach dem „Wie geht es dir?“, „Was willst du?“ oder „Was brauchst du?“ geben, wenn nicht wir uns selbst. Vor uns selbst brauchen wir uns nicht zu verstecken, verstellen oder etwas schön zu reden. Warum auch? Unser inneres Ohr hört uns selbst dann, wenn wir „nur“ oder heimlich denken.

Ein dem Selbstbewusstsein förderliches Selbstgespräch bedient sich zweier bildlich gesprochener Hilfsmittel.

Die Lupe

Das sind die Gespräche in denen man genau erforscht wer man ist. Was sind meine Fähigkeiten? Was sind meine Bedürfnisse? Was sind meine Ängste? Welche Erfahrungen habe ich gemacht und was habe ich daraus gelernt? Was habe ich im Leben schon alles erreicht? Für was habe ich bereits Lösungen gefunden und wie habe ich das gemacht? Wo liegen meine Interessen? Wie beschreibt sich mein aktueller körperlicher, geistiger und seelischer Ist-Zustand?

Diese ganz persönliche Bestandsaufnahme mit uns selbst, hilft uns zu erkennen woraus Probleme entstanden sind oder entstehen könnten, und was wir brauchen um passende Lösungen für uns zu schaffen. Wenn es gerade einmal keine Probleme gibt, dient sie dazu uns über unsere Wünsche und Ziele klar zu werden und zeigt uns was wir noch brauchen um sie auch zu erreichen.

Das Fernglas

In die Ferne schauen bedeutet den Horizont erweitern. Wo liegen meine Möglichkeiten, bzw. wo sind die Menschen, Dinge, Situationen oder Gelegenheiten, die ich zur Erreichung meiner Ziele benötige.

Wer durch sein „Lupen-Gespräch“ genau weiß wer er ist und was er will, den werden die Möglichkeiten, die das Fernglas für ihn entdeckt nicht verwirren. Statt zu sehen was man im Gegensatz zu anderen alles noch nicht hat, sucht man gezielt nach dem was man braucht und hält Ausschau nach geeigneten Vorbildern – nämlich den Menschen die schon haben was man will. Auch wenn die Suche sich manchmal als nicht ganz so einfach erweist, zeigt uns das Fernglas indem es uns Beispiele anhand der Wege anderer zeigt, dass sich Hartnäckigkeit auszahlt. Bei der Fülle die das Leben bietet, ist für jeden einmal das Passende dabei – man muss eben nur wissen für was man etwas sucht und was durchaus eine gute, brauchbare Alternative dazu sein könnte.

…Ur-Opa du willst mir damit jetzt allen Ernstes sagen, dass das Geheimnis selbstbewusster Menschen darin besteht, dass sie die Kunst beherrschen Selbstgespräche zu führen?!… „Ja, denn dadurch wissen sie zu jeder Zeit alles über sich und können so in jeder Situation des Lebens schnell, klar und lösungsorientiert entscheiden was das Beste für sie ist. Genau das macht sie in unseren Augen so erfolgreich.“

…schnüff…knurrrr…Na super, meine Nase hat meinem Bauch verraten, dass noch Kuchen in der Küche steht. Jetzt hab` ich Hunger und das bedeutet wieder mal Ärger. Egal, ich stibitze für Ur-Opa auch ein Stück – dem konnte Frauchen noch nie böse sein…Bei Kaffee und Kuchen fallen Selbstgespräche bestimmt leichter…schmatz…bin mal gespannt was ich über mich noch nicht wusste…

In diesem Sinne,

Euer Herr Cater